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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Montag, 9. Oktober 2017

[Rezension] Morton Rhue: »Die Welle«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: Juni 2017
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-473-58008-8
Preis: 7,20€
Seiten: 185
Verlag: Ravensburger
Gelesen am: 02.10. - 08.10.2017

Bewertung:
Wie entsteht Faschismus?
Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beweisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall vorhanden ist. Doch die "Bewegung", die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle.

Ein spannender Roman, der auf einer wahren Begebenheit an einer amerikanischen Highschool basiert und von seiner Aktualiät nichts eingebüßt hat.
Während meiner Schulzeit, vor über 10 Jahren, haben wir das Buch im Englischunterricht auf Englisch gelesen.
Es ist die einzige Schullektüre, die ich damals schon gerne gelesen habe. Ein wichtiges Buch, das immer noch aktuell sind, da viele weiterhin nicht begreifen, dass so etwas einfach immer und überall passieren kann.
Ich hab es im Urlaub im Buchladen gesehen und musste es unbedingt haben, da ich das Buch noch nie auf Deutsch gelesen habe.
Was soll ich sagen? Ich habe es nicht bereut. Es hat mich erneut gefesselt und am Ende sprachlos zurückgelassen.
Das Deutsch war stellenweise etwas holprig. Es gab ein paar Sätze, die hätte ich anders übersetzt, aber sie störten jetzt nicht übermäßig den Lesefluss und auch nicht die eigentliche Story.
Untermalt wird die Geschichte von Bildern aus Nazi-Deutschland, die einen Vergleich zur Welle ziehen sollen, nehme ich an. Finde ich persönlich nun aber nicht notwendig.
Einige Schlüsselaussagen sind in sehr viel größerer Schriftart gedruckt, was ich ziemlich befremdlich finde. Das Buch hat bei mir denselben Effekt gehabt - ohne diese veränderte Schriftart, die Bilder oder die Wellen-Symbole im Text.
Aber auch das hat mich nicht sehr gestört. Die Geschichte hat mich zu sehr in den Bann gezogen.
Auf eine seltsame Art und Weise hat es gut getan, dieses Buch zu lesen. So als hätte mein Hirn ein Update gekriegt; eine erneute Erinnerung, diese Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, nicht zu vergessen.

Am Ende des Buches hat der Verlag ein Interview mit dem echten Ben Ross, Ron Jones, angehängt. Es stammt von 1981 und lässt mich einmal mehr fragen, wie die Schüler heute über dieses Experiment denken...

Mein Fazit: 
Für mich ein spannender Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte und den man sich immer mal wieder vor Augen führen sollte.

Sonntag, 1. Oktober 2017

[Rezension] Dave Eggers: »Der Circle«

Buchreihe: -
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 2017
Genre: Romane
ISBN: 978-3-462-04854-4
Preis: 10,99€
Seiten: 560
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Gelesen vom: 26.09. - 01.10.2017

Bewertung:
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim "Circle", einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz - so ein Ziel der "drei Weisen", die den Konzern leiten - wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles ...
Nachdem ich mit Begeisterung den Film sah und ich im Kino teilweise mit offenem Mund dasaß, wollte ich unbedingt das Buch lesen. Ich hatte das Buch schon gekauft, bevor ich den Film sah, wollte es aber erst lesen, nachdem ich den Film gesehen hatte. Eine gute Reihenfolge, wie sich herausstellte, denn der Film kratzt im Vergleich zum Buch nur an der Oberfläche dieser Geschichte. Das Buch ist weitaus detaillierter und taucht tiefer in die Abgründe des Circles ein...

Das Cover ist einfach gehalten, aber auffällig. In einem neonfarbenen Orangerot, das bewirkt, dass der potentielle Käufer das Buch für wichtig befindet. Ein kreisförmiges Symbol, in dem sich vernetzte Linien befinden - das Firmenlogo des Circles - prangt in der Mitte des Buchdeckels.

Die Geschichte beginnt zunächst schleichend; die Spannung hält sich in Grenzen.
Dafür sind die Beschreibungen jedoch sehr toll und sorgen dafür, dass sich der/ein Film vor dem inneren Auge abspielt.
Genauso schleichend wie die Geschichte beginnt, ist Maes Wandlung.
Während die Anzeichen der Gehirnwäsche des Circles anfangs minimal sind, sind sie am Ende so extrem, dass Mae von der Außenwelt sogar angewidert ist.
Ziemlich krass und creepy. Als würde Morton Rhues »Die Welle« über Mae hinwegschwappen - nur im digitalen Zeitalter. In unserer Epoche, in der ständig nach Digitalisierung und Vernetzung geschrien wird.
Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender liest sie sich.
Man hofft, auf ein Aufwachen. Ein Stoppen. Eine Verhinderung. Aber es fehlt an Leuten, die Mae und ihre Kollegen überzeugen könnten.
Und gerade weil es an diesen Gegendarstellungen fehlt und der Circle als das perfekte Unternehmen dargestellt wird, ist das Ganze so beängstigend und erschreckend.
Aber dennoch konnte ich nicht von dem Buch lassen. Trotzdem es so erschreckend realistisch ist und man zwischendurch selbst Mae und dem Circle beipflichtet, während man eigentlich überhaupt nicht will, dass so eine Art von Überwachung eines Tages Wirklichkeit wird, kann man von dem Buch nicht die Finger lassen.
Es ist ein erschreckendes Buch mit Suchtfaktor bei dem man sich ggf. selbst ertappt, in die Circle-Falle gegangen zu sein.
Denn eigentlich sind die Dinge, die der Circle erschafft etwas Gutes.
Eigentlich.
Wenn er sich nicht so ausbreiten würde, wie ein Krebsgeschwür.
Wenn er nicht alles verschlingen würde und auf lange Sicht alles beherrschen würde.

Ja, das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und ich kann mir gut vorstellen, dass Leute, die nicht ohne ihr Smartphone können und sich vom Internet nicht mal ein paar Tage Auszeit gönnen können, anders darüber denken, wenn sie dieses Buch gelesen haben.

Mein Fazit
Dieses Buch ist beeindruckend und wichtig. Für uns. Für unsere Privatsphäre. Es zeigt genau, wo Grenzen überschritten werden. So etwas darf nicht passieren. Möge das Buch uns vor so einem Wahn beschützen.

Dienstag, 26. September 2017

[Rezension] John Jackson Miller: »Kenobi«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: September 2015
Genre: Science-Fiction
ISBN: 978-3-7341-6009-7
Preis: 9,99€
Seiten: 556
Verlag: Blanvalet
Gelesen von: 02.09. - 26.09.2017

Bewertung:
Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi hat alles verloren - bis auf die Hoffnung!
Bei den Einheimischen des rauen Wüstenplaneten Tatooine gilt Ben als Einzelgänger und Außenseiter. Da eskaliert der Streit zwischen Stadtbewohnern und einem Stamm von Sandleuten. Plötzlich findet er sich mitten in einem Kampf wieder, der seine eigentliche Mission auf dem Wüstenplaneten gefährdet. Ben - oder besser Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi, Held der Klonkriege und Verräter des Imperiums - bleibt nichts anderes übrig, als die letzten Jedi aufzufordern, seinen Kampf für Gerechtigkeit zu unterstützen - und so die endgültige Vernichtung ihres Ordens zu riskieren.
Ich muss gleich mal loswerden, dass der Klappentext dem Inhalt des Buches so überhaupt gar nicht gerecht wird; der letzte Satz »Ben [...] bleibt nichts anderes, übrig, als die letzten Jedi aufzufordern, seinen Kampf für Gerechtigkeit zu unterstützen - und so die endgültige Vernichtung ihres Ordens zu riskieren.« ist sowas von falsch, denn nirgendwo fordert Obi-Wan die letzten Jedi auf, ihn zu unterstützen. Im Gegenteil: Er ist der Meinung, dass er der letzte der Jedi ist. Abgesehen von Anakins Kindern vielleicht. Aber die sind zum Zeitpunkt des Geschehens gerade mal Babys und die Geschehnisse der klassichen Star-Wars-Filme liegen ca. 20 Jahre in der Zukunft.

Eigentlich trägt diese Geschichte zur Hauptstory nix bei. Sie erzählt, wie Obi-Wan auf Tatooine ankommt, wie er in seine Hütte zieht und sich versucht auf dem Planeten einzuleben. Er lernt, mit den Ereignissen der Vergangenheit umzugehen; mit dem Schmerz und dem Verlust, den er erfahren hat. Man erfährt, wie traurig Obi-Wan ist und wie er auf andere wirkt. Wie er das Image des "verrückten, alten Bens" bekommt und warum er eher zurückgezogen lebt.
Ich glaube, nach den Ereignissen in diesem Buch hat Obi-Wan einiges an Erfahrung gelernt. Er muss neu zurechtkommen. Das Leben in der Wüste ist nicht gerade einfach vor allem dann nicht, wenn man über seine Identität nix preisgeben will und trotzdem auf Unterstützung angewiesen ist.
Er schließt Bekanntschaft mit Annileen Calwell und ihrer Familie, die in einer Oase in der Nähe wohnt. Doch nach und nach deckt Obi-Wan zwangsläufig dunkle Machenschaften auf und sieht sich vor einer ähnlichen Situation wie damals mit Anakin...

Der Schreibstil ist recht flüssig und eher seicht. Nicht so actiongeladen wie ich es aus anderen Star-Wars-Büchern kenne. Ein typisches Feeling kommt hier nicht auf. Aber es ist auch keine typische Star-Wars-Geschichte. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und konnte es ab der zweiten Hälfte nur schwer aus der Hand legen.
Der Autor stellt auf diskrete Weise Verknüpfungen zu Obi-Wans früherem Leben her.
Annileen will er partout nicht Annie nennen.
Die Geschichte mit Anakins Überfall aufs Tusken-Lager wird angesprochen, aber nicht aufgeklärt. Nur der Leser kann sich denken, dass es um diesen einen Überfall ging, wenn er die Filme angeschaut hat.
Er zitiert ein paar Mal Yoda, ohne seinen Namen zu nennen. Und der am Ende erwähnte "alderaanische Gönner" kann nur Bail Organa gewesen sein.
Diese Verknüpfungen haben mir sehr gefallen. Insbesondere haben mir die Meditation-Abschnitte gefallen, da man da einen Einblick in Obi-Wans Gedanken bekommt und wie es ihm eigentlich überhaupt geht.

Die anderen Charaktere der Geschichte kommen überzeugend rüber. Ich mochte Annileen sehr. Aber auch ihre Freundin Leelee.
Am Anfang hat mich Kallie mit ihrem Geschwärme sehr genervt. Aber am Ende mochte ich sie aufgrund eines Schlüsselereignisses.
Ich mag es sehr, wie die Familie Calwell letztlich zusammenhielt.
Während ich die Gaults von Anfang an überhaupt nicht ausstehen konnte.

Trotzdem mir das Buch so gefallen hat, kann ich ihm aber nicht die volle Punktzahl geben, da mir einiges gefehlt hat.
Ich finde es nach wie vor sehr schade, dass das Buch nicht aus Obi-Wans Sicht geschrieben wurde. Nur die Abschnitte der Meditation.
Das Buch heißt »Kenobi« und dann sollte der Fokus auf ihm liegen und nicht auf der Familie Calwell.
Auch hätte ich es toll gefunden, wenn man die Geschichte von Obi-Wans Reisebeginn an erzählt hätte und auch Lukes Ablieferung nicht ausgelassen hätte. Den Konflikt zwischen Obi-Wan und Owen hätte ich auch gern gelesen. Ich kann nur erahnen, warum Owen Obi-Wan nicht ausstehen kann. »Das Päckchen ist überbracht« ist mir ein wenig zu wenig gewesen.
Das ist, als würde man die Endszene von Episode III sehen.
Zum Schluss hätte ich mir gewünscht, dass Qui-Gon antwortet. Das hätte ich mir für Obi-Wan gewünscht, da er ja die ganze Zeit mit seinem Meister geredet hat. Und wir wissen ja, dass er trotz seines Todes in der Lage ist, zu antworten...

Mein Fazit:
Tolle, unterhaltsame und spannende Geschichte über Obi-Wans Einlebung auf Tatooine. Leider mit ein paar Schwächen.

Sonntag, 24. September 2017

[#tcofall] Die letzten Fragen & Bilanz

http://yurelias-buecherecke.blogspot.de/2017/09/tcofall-lesenacht-update-post.html
6. Was würdest du an der bisherigen Handlung ändern, wenn du könntest?
Ich würde am Anfang Obi-Wan öfter auftauchen lassen. Eventuell würde ich einige Passagen aus seiner Sicht mit seinen Gedanken verfassen. Nicht nur die dürftigen "Meditation"-Passagen. Außerdem würde ich den Start seiner Reise mit einbauen und seine Ankunft auf der Lars-Farm und was er zu Owen und Beru sagt bzgl. Luke. Darauf wurde ja im Film nicht wirklich eingegangen und im Buch hieß es jetzt auch nur "Das Päckchen ist überbracht".
Das Buch heißt »Kenobi« und dann sollte es auch um diese Person gehen. Nicht um Annileen Calwell und ihre Familie, die zufällig auf Obi-Wan trifft... Das ist meiner Meinung nach der einzige Knackpunkt an dem Buch. Später wird’s besser, aber ich finde, zu spät.

7. Die letzte Frage für heute (und auch ziemlich klischeehaft, hihi): wie würdet ihr das Buch bis jetzt auf einer 1-5 Skala bewerten und wie fandet ihr es?
Trotz des Kritikpunkts gefällt mir dieses Buch sehr. Es ist gut geschrieben und sehr spannend und ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht und was noch alles so passieren wird. Es ist auch faszinierend, Obi-Wan durch die Augen der anderen zu sehen. Das ist wirklich gut beschrieben worden und ein paar Lacher hält das Buch auch parat. Wenngleich auch ein paar traurige Stellen. Obi-Wans Traurigkeit wird in einigen Punkten angesprochen. Noch dazu denkt er, Anakin sei gestorben und es ist seine Schuld. Wie gerne würde ich ihn beruhigen und sagen, dass Anakin lebt... Nur wäre es in diesem Moment keine Beruhigung für ihn, zu wissen, wozu Anakin geworden ist. =/
Haja, ein Star-Wars-Buch mit einem Haufen Emotionen über die der Leser nachdenken kann. Mal was ganz anderes. =)
Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich dem Buch wohl eine 4 auf der 1-5-Skala geben.


Mir hat die Lesenacht mal wieder sehr gut gefallen. Am schwierigsten für mich waren die letzten beiden Fragen.
Beim nächsten Mal werde ich versuchen, pünktlich dabei zu sein. Das hatte leider diesmal wieder nicht geklappt, weswegen ich nicht soooo viel geschafft habe und am Anfang mit der Beantwortung der Fragen fast nicht hinterherkam.
Insgesamt habe ich während der Lesenacht 60 Seiten gelesen. Das Ergebnis ist ganz passabel, wie ich finde.
Dankeschön, Ines. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder dabei. =)

[#tcofall] FMK

https://yurelias-buecherecke.blogspot.de/2017/09/tcofall-lesenacht-update-post.html
5. FMK (Fuck, Marry, Kill) - Mit welchem Charakter würdest du gerne ins Bett, welcher wäre Heirats-Material und welchen würdest du gerne töten?
In diesem Buch gibt es für mich weder Heirats-Material noch jemanden, mit dem ich ins Bett wollen würde...
Aber ich würde Obi-Wan gerne in den Arm nehmen und ihn trösten. Ihm sagen, dass in ca. 20 Jahren wieder alles gut sein wird. =/
Töten würde ich am liebsten nur A'Yark. Der Heini geht mir so unwahrscheinlich auf den Geist mit seiner unterbelichteten Art. Bah.
Er soll aufhören, Vermutungen anzustellen und die Leute doch lieber fragen, bevor er sich eine Wahrheit zusammenschustert! Gnah.

Samstag, 23. September 2017

[#tcofall] Frage 4 - Rollentausch

https://yurelias-buecherecke.blogspot.de/2017/09/tcofall-lesenacht-update-post.html
4. Wenn ihr mit eurem Protagonisten einen Tag lang die Rolle tauschen müsstet... wie aufgeschmissen seid ihr?
Ohje, ich wäre so aufgeschmissen, wie ein nicht-machtsensitivies Großstadtkind in der Jundland-Wüste von Tatooine nur sein kann. :,D
Vermutlich würde ich Annileen auf der Pelle hocken und Obi-Wans Credit-Vorrat komplett ausgeben. Oder den Hitzetod sterben. ô.o
Äh, nicht so schöne Aussichten... :,D

[#tcofall] Die ersten Fragen

http://yurelias-buecherecke.blogspot.de/2017/09/tcofall-lesenacht-update-post.html
1. Erzähle uns ein bisschen über das Buch, das du heute liest. Warum hast du es gekauft? Warum liest du es heute? Ist es ein Mehrteiler? Usw.
Auf »Kenobi« bin ich im Offiziellen Star-Wars-Magazin aufmerksam geworden. In Ausgabe #78 gab es eine Kurzgeschichte, »Inkognito«, die Obi-Wans Reisebeginn nach Tatooine beschrieb, um den kleinen Luke zu seinen Verwandten zu bringen. Diese Kurzgeschichte warb für das Buch. Ich war sofort gefesselt und bestellte mir das Buch. Leider ist die Kurzgeschichte nicht mit im Buch enthalten und das Buch ist auch nicht aus Obi-Wans Sicht geschrieben, so wie »Inkognito«. Das finde ich ein bisschen schade. Aber es liest sich dennoch gut und ist sehr fesselnd geschrieben. Ein bisschen schade, dass sie nicht zum aktuellen Kanon des Star-Wars-Universums gehört. Vielleicht erscheint eines Tages ein Buch, dass diese Zeitspanne neu erzählt und zum Kanon gehört. Das wäre sehr schön...
Ich lese das Buch heute, weil ich es angefangen habe und es ins Genre passt. Ich kann nicht mehrere Bücher gleichzeitig lesen. Das funktioniert bei mir nicht.
Außerdem möchte ich mit dem Buch voran kommen. Ich lese es schon seit Anfang des Monats und bin aus Zeitgründen immer noch nur in der ersten Hälfte des Buches.

2. Was war bislang das beste Buch das du jemals gelesen hast und welches das Schlechteste? (Kann natürlich noch begründet werden)
Das kann ich wirklich beim besten Willen nicht beantworten. Ich habe in meinem Leben schon viel zu viele tolle Bücher gelesen und auch einige total schlechte. Das letzte wirklich schlechte Buch, welches ich las, war »Harry Potter und das verwunschene Kind« von Joanne K. Rowling. Das Buch hat mich maßlos enttäuscht. Welche anderen Bücher ich wirklich schlecht fand, könnt ihr euch hier anschauen, wenn ihr möchtet.
Bücher, die ich immer wieder lesen kann, sind Bücher, die zu meinen Lieblingen gehören. Dazu gehört die »Bis(s)«-Reihe von Stephenie Meyer und die Edelsteintrilogie »Liebe geht durch alle Zeiten« von Kerstin Gier. Oh, und »Der kleine Hobbit« von Tolkien.
Aber so das beste oder schlechteste Buch kann ich wirklich nicht sagen... Das ändert sich auch alle paar Jahre mal.

3. Schlagt das Buch 50 Seiten weiter auf und lest den ersten vollständigen Absatz. Wurdet ihr schlimm gespoilert, hat es euch neue Erkenntnisse über das Buch beschert oder passiert etwas total Unwichtiges?
Ich kann nicht erkennen, ob etwas Wichtiges passiert ist. Jemand sagt etwas. Und anscheinend ist ein Rodianer verletzt worden und Ben hat ihn verbunden. Das ist jetzt eigentlich kein riesiger Spoiler. Allerdings hatte ich Angst vor einem riesigen Spoiler. XD

[#tcofall] Lesenacht-Update-Post

http://thecalloffreedomandlove.blogspot.de/2017/09/fantasy-lesenacht-die-sechzehnte-update.html
Ich bin nun auch endlich bei der Fantasy-Lesenacht von Ines dabei. Leider mit einer Verspätung von etwas mehr als einer Stunde, weil mir was dazwischen kam. Das war wirklich anders geplant. Eigentlich wollte ich um 19 Uhr zu Hause sein. Aber unvorgesehene Dinge geschehen - that’s life.
Ich starte heute mit »Kenobi« von John Jackson Miller, ein Sci-Fi-Buch, und hoffe, ein gutes Stück voranzukommen. Leider hab ich nun einen langen Tag hinter mir und bin schon ziemlich KO, weswegen ich nicht weiß, wie lange ich durchhalte. Aber ich bin dabei.
Hier in meinem Update-Post werde ich wie immer meine Antworten auf die Fragen verlinken, die Ines uns stellt. Ich wollte ihn eigentlich heute Morgen tippen und vordatieren, aber das hab ich nicht geschafft.
Aber naja, besser spät als nie.

Also gut, ich wünsche uns allen ein fröhliches Lesen!

Die Fragen


01


02


03


04


05


06


07


Freitag, 22. September 2017

Neuzugänge Juli und August 2017

Mit ein bisschen Verspätung poste ich heute endlich meine Neuzugänge aus Juli und August. Ich wollte das schon vor einer gefühlten Ewigkeit machen, aber habe es einfach nicht geschafft...
Nun ja, deswegen hole ich das jetzt nach.


Im Juli habe ich nur ein Buch gekauft. Die liebe regenecho hatte bei sich ausgemistet und ich sah das Buch und musste zuschlagen, da es ja auf meinem Wunschzettel stand.


Yep, »City of Ashes« von Cassandra Clare landete auf meinem SuB. Ich fand den ersten Band zwar gar nicht so toll, aber ich will trotzdem wissen wie es weitergeht. Ich finde die erschaffene Welt schon fesselnd.


Ordentlich zugeschlagen habe ich dann tatsächlich im August. Insgesamt sechs Bücher habe ich in diesem Monat gekauft.


Im Urlaub fand ich bei Press & Books »Momo« von Michael Ende und »Die Welle« von Morton Rhue.
Vor einiger Zeit hatte ich beschlossen, »Momo« doch noch eine Chance zu geben. Ich hatte als Kind leider zuerst den Film angeschaut und der sorgte dafür, dass ich jahrelang keinen Bock hatte, das Buch zu lesen. Ich fand den Film sehr drückend und deprimierend.
»Die Welle« sah ich und wunderte mich im ersten Moment, warum es so viel dicker ist, als das Exemplar, was ich zu Hause stehen habe. Dann fiel mir ein, dass mein Exemplar auf Englisch ist, da wir es damals im Englischunterricht in der Schule gelesen hatten. Ich wollte es dann doch noch mal auf Deutsch lesen und entschloss mich, es auch mitzunehmen.
»Brïn« von Sameena Jehanzeb ist eine Neuerscheinung, die ich auf einer Blogvorstellung sah. Das Cover hatte mich sofort in seinen Klauen und als ich die Inhaltsangabe las, wollte ich das Buch dann nicht nur besitzen, sondern auch noch unglaublich gerne lesen. Ich hatte es mir vorbestellt. Leider ging es auf dem Weg verloren, sodass ich es im August erst ziemlich spät in Händen halten konnte.
Als ich dann eines Tages bei Heymann war und mir gestattete, ein Buch zu kaufen, verließ ich die Buchhandlung dann doch mit drei Büchern... :,D
»Die Spur der Bücher« von Kai Meyer lachte mich bei den Neuerscheinungen an. Bisher hatte ich keine Lust gehabt, die Reihe von Kai Meyer zu lesen, aber dieses Exemplar hier lockte mich dann doch.
»Der Circle« von Dave Eggers sagte sofort "Kauf mich" als ich es sah, da mich der Filmtrailer, den ich im Urlaub sah, sofort gebannt hatte. Mittlerweile habe ich auch den Film gesehen und kann es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen, da mich der Film ziemlich fasziniert hat.
»Die geliehene Zeit« von Diana Gabaldon musste ich zum Schluss dann auch noch haben. Dieses Buch stand aber ohnehin auf meinem Wunschzettel, da mich der erste Band dieser Reihe schon extrem in den Bann gezogen hatte.
Schwupps hatte ich Ende August dann plötzlich sechs neue Bücher auf meinem SuB. Huch!

Fantasy-Lesenacht am 23.09.2017

http://thecalloffreedomandlove.blogspot.de/2017/09/fantasy-lesenacht-die-sechzehnte-lesen.html

Die liebe Ines von The Call of Freedom and Love veranstaltet am 23.09.2017 (ja, das ist schon morgen) wieder eine Fantasy-Lesenacht und hat mich eingeladen, mitzumachen.
Was soll ich sagen?
Ich bin das Wochenende alleine, hab’ sturmfrei und konnte natürlich nicht ablehnen. 😅
Es passt auch mal wieder gut, da ich zur Zeit ein Sci-Fi-Buch lese und eigentlich kaum Zeit zum Lesen habe.
Also ist diese Lesenacht mal wieder ideal für mich. Mit anderen Worten: Ich bin dabei! ❤️

Mittwoch, 13. September 2017

[Aktion & Lesegedanken] Leselaunen #5

Ja, ihr lest richtig. Die Aktion Leselaunen wurde erneut gerettet.Während es in meinem letzten Beitrag nicht so aussah, als würde die Aktion weiterlaufen, kann ich jetzt sagen, dass Renate sie von Lara letzte Woche übernommen hat. Sie läuft also erst einmal weiter. Ich freue mich sehr darüber.


Leselaunen findet jeden Mittwoch statt und ist eine Art Zustandsbericht über das Leseverhalten und andere persönliche Dinge, die man gerne mitteilen möchte.
Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Aktion von Novembertochter.
Zu den Postings von Lara geht es hier.
Renates Postings befinden sich hier.

Aktuelles Buch?


https://www.lovelybooks.de/autor/John-Jackson-Miller/Kenobi-1145341061-w/
Ich lese momentan »Kenobi« von John Jackson Miller. Das Buch lese ich zusammen mit einer Freundin, deswegen hat es eine besondere Bedeutung für mich.
Die letzten beiden Bücher, die ich las, waren ziemlich kompliziert zu lesen und es fehlte mir ein wenig an Entspannung. Diese kann ich bei diesem Buch hier wieder voll genießen. Millers Schreibstil ist leicht, einfach und flüssig. Man stolpert nicht über seltsame Wörter und kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Man sieht Tatooine fast direkt vor sich.
Ich bin noch nicht sehr weit. Bisher gibt es eigentlich kaum Textstellen aus Obi-Wans Sicht, was ich ein bisschen schade finde. Auch der Text, den ich im Star-Wars-Magazin las und der dafür sorgte, dass ich das Buch haben wollte, fehlt hier komplett.
Trotzdem gefallen mir die Charaktere und die bisherige Geschichte und wie Obi-Wan auf die Einheimischen wirkt, ist sehr interessant. Dass das Buch nicht mehr zum Kanon gehört, lasse ich mal außen vor... *nuschel*


Momentane Lesestimmung?


Die ist absolut in Ordnung. Leider habe ich momentan nur nicht mehr so viel Zeit zum Lesen, da mein Urlaub vorbei ist.
In der Bahn kann ich momentan auch nicht lesen, weil mich die Geräusche der Menschen nerven.
Deswegen lese ich meist abends im Bett, wenn ich nicht zu müde bin.

Zitat der Woche?

»Never change a running system!«
(unbekanntes Sprichwort)

Und sonst so?


Ich mag es gerade gar nicht, dass es so ungemütlich draußen wird. Der Sommer ist schon wieder weg, der Herbst kommt und die ersten Herbststürme sind auch schon wieder unterwegs - und ich bin noch gar nicht bereit dafür, laufe noch in Sandalen herum und hoffe, dass ich hinauszögern kann, wieder auf geschlossene Schuhe umzusteigen.
Wo ist bloß der Sommer hin? =(

Dienstag, 12. September 2017

[Aktion & Lesegedanken] Gemeinsam Lesen #25

http://www.schlunzenbuecher.de/2017/09/gemeinsam-lesen-331.html?showComment=1505253785335#c3987024507939438803

Es ist Dienstag und somit mal wieder Zeit für Gemeinsam Lesen.

Diese Aktion wird veranstaltet von Schlunzenbücher.
Weitere Infos → *klick*





1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese zurzeit »Kenobi« von John Jackson Miller und bin aktuell auf Seite 95.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
»Die meisten nennen mich einfach Annie.« (S. 95)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Dieser Moment, als Annileen ihren Namen nennt (s.o.) und Obi-Wans Reaktion darauf, ließ mir gestern Abend im Bett tatsächlich die Tränen in die Augen schießen und leise "Ach, Obi-Wan" seufzen. Ein klitzekleiner Moment aber so genial umgesetzt vom Autor, dass meine Emotionen sofort entzündet wurden.
Ja, mir gefällt das Buch wirklich sehr, auch wenn es ein für mich untypischer Stil aus dem Bereich Star Wars ist. Er ist irgendwie ruhiger und nicht so actiongeladen wie andere. Aber das finde ich hier sehr passend.
Schade finde ich nur, dass der Teil, den ich damals im Star-Wars-Magazin las und mich zum Buch gelockt hat, gar nicht mit im Buch vorhanden ist. So kriegt man von Obi-Wans Reise nach Tatooine und die Suche nach der Lars-Familie leider nicht viel mit und das hatte ich mir tatsächlich anders vorgestellt.
Obi-Wans Gedanken kriegt man nur in den Abschnitten "Meditation" mit. Zumindest bisher. Wobei ich diese Abschnitte sehr genial finde.
Ich bin schon gespannt, was noch so passiert. Bisher ist "Ben" ja kaum in Aktion getreten.

4. Peinliche Erlebnisse beim Lesen - hast du da schonmal eines gehabt? (Bibilotta)
Eigentlich nicht. Generell ist mir nur selten etwas peinlich. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, ob ich schon mal ein peinliches Leseerlebnis hatte.
Außer, dass ich in der Bahn anfing zu kichern, als ich eine lustige Stelle in einem Buch las. Aber das war mir nicht wirklich peinlich. Ich hab nun mal etwas Witziges gelesen und da stehe ich zu, dass ich dann auch mal anfange zu lachen. Das ist doch menschlich. =)




Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher stattfindet. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam-Lesen Logo! Die farbliche Anpassung auf euren Blog ist erlaubt, das Logo darf aber in seinen Bestandteilen nicht verändert werden.

Montag, 11. September 2017

[Aktion] Montagsfrage #7

http://buch-fresserchen.blogspot.de/2017/09/montagsfrage-liest-du-mehr-papierbucher.html
Ha, heute hab ich Lust und Zeit, Svenjas Montagsfrage zu beantworten. Letzte Woche sah das leider sehr schlecht aus, was mein Stresslevel anging.
Aber diesmal bin ich wieder mit dabei.

Veranstaltet wird diese Aktion aktuell jeden Montag von Buchfresserchen.
Weitere Infos zur Montagsfrage findet ihr hier.
Klickt auf das Banner, um zu Buchfresserchens Antwort-Posting zu kommen.

Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?
Das ist bei mir ganz einfach zu beantworten: Ich lese tatsächlich nur gedruckte Bücher (Printbücher) und damit überhaupt keine eBooks.
Ich kann mit eBooks einfach nix anfangen. Mir behagt es nicht, wieder von Technik, Steckdose und Akkuleistung abhängig zu sein. Ein Buch muss für mich immer funktionieren und bei Technik gibt es keine 100%ige Garantie, dass man sein Buch auch aufrufen kann. Ich kenne Leser, die schleppen für Notfälle trotzdem Bücher mit sich rum, falls der eBook-Reader streikt.
Die Vorteile von eBooks kenne ich. Die brauch man mir gar nicht zu nennen. Schließlich habe ich beruflich mit ihnen zu tun.
Aber für mich sind das alles keine Argumente. Ich verreise nie so lange, dass ich 10 Bücher mitschleppen muss. Maximal packe ich nur zwei Bücher ein. Da ich eh immer eine große Reisetasche mitschleppe, die eigentlich selten komplett voll ist, nehme ich das gerne in Kauf.
Noch dazu kommt, dass ich die Displays der bekannten Reader zu klein finde. Ich weiß, man kann die Schriftgröße anpassen, aber die Fläche, von der man abliest, ist mir dennoch zu klein. Das Format passt mir einfach nicht. Jedes Taschenbuch ist größer.
Da ich dann außerdem auch noch leidenschaftliche Badewannenleserin bin, kommt ein elektronisches Gerät im feuchten Bad für mich einfach gar nicht in Frage. Ich kann mit einem Reader nicht in die Wanne steigen. Die Elektronik ist so empfindlich, dass es ihn schon allein durch die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer töten könnte und das möchte ich nicht. Ich könnte nicht entspannt lesen... Ein Printbuch hält diese Luftfeuchtigkeit locker aus. Und wenn man aufpasst, fällt einem das Buch auch nicht in die Wanne.
Ein Buch bedeutet für mich Bücherduft, Seitenrascheln und Unabhängigkeit von elektronischen Geräten.

Donnerstag, 7. September 2017

[Rezension] Ödön von Horváth: »Jugend ohne Gott«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 1999
Genre: Klassiker
ISBN: 978-3-518-18807-1
Preis: 7,00€
Seiten: 194
Verlag: Suhrkamp
Gelesen von: 31.08. - 02.09.2017

Bewertung:
Eine Schule in Zeiten des totalitären Regimes: Der vierunddreißigjährige Geographie- und Geschichtslehrer der Unterstufe ist, obwohl er mit den Werten der herrschenden Faschisten nicht einverstanden ist, zunächst ein Mitläufer des Systems. Auf einer Klassenfahrt realisiert er, dass die Erziehung der Schüler zum Militarismus lediglich zu Kälte, Mangel an Toleranz und Gottlosigkeit führt. Als er sich in einen Streit der Jugendlichen einmischt, lädt er selbst Schuld auf sich.
Die Geschichte eines Lehrers, der versucht, sich mit humanistischen Idealen gegen die faschistischen Tendenzen seiner Schüler zu wehren, zählt zu den großen Klassikern der Moderne.
(Quelle: https://www.dtv.de/buch/oedoen-von-horvath-jugend-ohne-gott-13854/)
Dieses Buch habe ich vor über 10 Jahren in der Schule gelesen. Im Deutschunterricht. Ich weiß noch, dass ich es damals gehasst habe. Es hat mich aufgeregt, dass der Lehrer seine Schüler mit Anfangsbuchstaben abkürzt. Das war auch so ziemlich das Einzige, was ich von dem Buch behalten hatte. Alles andere hatte ich vergessen.
Nun wird das Buch (erneut) verfilmt und ich sah den Trailer im Kino mit meiner Freundin. Ich erzählte ihr von dem Buch und sie wurde neugierig und fing, noch während ich bei ihr zu Besuch war, das Buch an zu lesen. Durch ihre Kommentare zu diesem Buch, bekam ich selbst auf einmal Lust, es zu lesen und zu rezensieren. Ich muss das damals gewusst haben, dass ich es eines Tages noch mal mit dem Buch versuchen werde, da ich es noch in Besitz hatte und nicht entsorgt hatte.
Tjaaa, und heute denke ich tatsächlich anders drüber. Das liegt wohl auch daran, dass ich damals den Kommentar nicht las. Dazu war im Unterricht nicht die Zeit und ich war einige der Wenigen mit dieser Ausgabe.
Diesmal habe ich den Kommentar gelesen und dadurch habe ich wirklich einiges mehr verstanden. Die Bezüge zu Horváths eigener Situation, die er hat mit einfließen lassen. Wie alt dieses Buch tatsächlich schon ist ...
Es gab Jahre, da fand ich solche Literatur unnötig. Überall wurde man zugeballert mit Hitler, NS-Zeit, Drittes Reich etc.pp.
Aber wenn ich mir die politische Situation heute angucke, kann dieses Werk Horváths als Warnung gelten. Als Warnung davor, wie es nicht sein sollte und nie wieder sein darf. 80 Jahre nach dem Erscheinen dieses Werkes.

Einige Dinge haben mich auch diesmal wieder aufgeregt. Wie schwach und angstvoll der Lehrer am Anfang ist. Dass er die Schüler mit Anfangsbuchstaben abkürzt, hat mich immer noch genervt. Die Ansichten der Welt von damals. Dass man lieber vorher überlegt, ob das, was man Kommentieren möchte, schon im Radio Thema gewesen war, bevor man seine Meinung kundtut. Ist man unsicher oder anderer Meinung, hält man lieber den Mund.
Oder dass der Lehrer die Privatsphäre seines Schülers gestört hat, indem er einfach sein Tagebuch las. Hätte er dies gelassen, wäre es nie zu so einem Ende gekommen.
Alles Dinge, die mich ankotzen und immens aufregen. Aber ich weiß, dass dafür der Autor nichts kann. Es war ja damals leider wirklich so. Auch diese elendige Spionage.

Horváths Schreibstil gefällt mir übrigens sehr. Ich mag es, wie er durch Mikro- und Makrokomposition am Ende eines Kapitels Bezug zum Anfang des Kapitels nimmt oder auch Rückverweise macht und Kapitel aufeinander beziehen lässt; sie miteinander verknüpft.
Unbekanntere Wörter sind übrigens in dieser Ausgabe erklärt. Ich musste nichts nachschlagen. Dadurch wurde mein Lesefluss nicht beeinträchtigt.
Der Schreibstil liest sich einfach und macht eigentlich Spaß, wäre da der Inhalt des Buches nicht. Spaß gemacht hat mir das Buch tatsächlich nach wie vor nicht.
Es war ein wenig lehrreich aber die größte Zeit fand ich es drückend. Würde ich dem Buch eine Farbe geben müssen, wäre es grau mit brauner Schrift. Grau, düster mit einem Hauch von Angst und Verzweiflung und einer winzigen Spur Abscheu.

Mein Fazit:
Klassiker, der einen düsteren Einblick in die damalige Zeit gibt und zu heutiger Zeit eine Art Warnung ist. Vor einem Reich, wie es nie wieder eines geben darf... Vorsicht, drückt auf die Stimmung. Eher lehrreich als unterhaltsam.

Donnerstag, 31. August 2017

[Rezension] Umberto Eco: »Der Name der Rose«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2016
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-423-21079-9
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 688
Verlag: dtv
Gelesen von: 02.07. - 30.08.2017

Bewertung:
Italien, Anno Domini 1327.
In einem Benediktinerkloster an den Hängen des Apennin kommt es zu äußerst ungewöhnlichen Todesfällen: Ein Mönch ertrinkt im Schweineblutbottich, ein anderer springt aus dem Fenster und ein dritter liegt tot im Badehaus.
Der für seinen scharfen Verstand berühmte ehemalige Inquisitor William von Baskerville wird um Hilfe gebeten. Doch mit seinen Fragen schafft er sich in der Abtei einen ebenso unheimlichen wie mächtigen Feind...
Ein wahrlich faszinierendes, interessantes und kompliziertes Buch.
Ich hab mich stellenweise wirklich schwer getan, dieses Buch zu lesen, aber es hat sich gelohnt. Mir hat es gefallen und eines Tages werde ich es sicher noch einmal lesen, in der Hoffnung, die Dinge, die ich nicht so ganz verstanden habe, dann besser verstehen zu können.
Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Krimi, wie man vielleicht anhand der Beschreibung und des Klappentextes zunächst vermutet. Es ist auch ein Buch voll mit religiösen, politischen Diskussionen und philosophischen Disputen. Jemand, der von dieser Materie nicht so viel Ahnung hat, so wie ich, wird sich bei dem einen oder anderen Streitgespräch in diesem Buch sicher schwer tun, mitzukommen.
Aber ich finde, genau das macht es so interessant. Denn man kann eine ganze Menge lernen, über die Denkweise der Menschen zur damaligen Zeit. Einiges war mir nicht unbekannt, einiges wusste ich so noch gar nicht und mit den geschichtlichen Hintergrunddaten konnte ich eigentlich so gar nichts anfangen.
Bei einigen Dingen habe ich gedacht: »Ohje, was für einen Schwachsinn die Menschen von damals gedacht haben.« Bei anderen wiederum war ich beeindruckt von Dingen, die damals schon bekannt waren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund des ungewohnten, altertümlichen und teilweise sehr verschachtelten Schreibstils, konnte ich dann doch abtauchen in die damalige Zeit.

Das Buch beginnt zunächst verwirrend. In dem ersten Text mit dem Titel »Natürlich, eine alte Handschrift« fand ich mich anfangs so gar nicht zurecht. Orientierungslos las ich diesen Text, kapierte aber erst mit der Zeit, dass dies ein Vorwort des Autors zu sein schien und nicht der Prolog zur Geschichte. Leider ist das Vorwort nicht als solches betitelt und auch anderweitig lässt sich nicht erkennen, wer da denn spricht.
So startete ich ziemlich verwirrt in die eigentliche Geschichte.
Das Buch ist unterteilt in sieben Tage. Jeder Tag ist gegliedert in die verschiedenen Abschnitte der liturgischen Stunden. Von Mette bis Komplet. In der Anmerkung auf Seite 15 ist das noch einmal genau aufgelistet und beschrieben.
Es gibt eine Übersicht der Hauptpersonen auf Seite 14.
Im Anhang auf Seite 659 gibt es eine Übersetzung der wichtigsten lateinischen Texte und auf Seite 666 findet sich ein Glossar von Fremdwörtern.
Leider haben mir die Übersetzungen und Erklärungen nicht ausgereicht und wieder einmal habe ich betrauert, dass ich bisher nie Latein lernen konnte. Einzelne Fremdwörter konnte ich recherchieren, bei den lateinischen Sätzen gab ich auf, diese korrekt übersetzt im Internet zu finden.
Was Salvatore von sich gibt, konnte ich eigentlich fast nie richtig verstehen. Manchmal ist es einen Satz später übersetzt worden. Aber das meiste Gerede von Salvatore wird nicht übersetzt und so weiß man oft nicht, was er eigentlich sagte, sondern musste das aus dem Kontext erraten.
Natürlich ärgerte mich auch hier wieder die alte deutsche Rechtschreibung.
Ja, es ist ein altes Buch, erstmals in den 80er Jahren erschienen. Aber wenn man die 5. Auflage von 2016 vorliegen hat, ärgert man sich schon, dass die Rechtschreibung nicht überarbeitet wurde.
Aber das wird wohl ein ewiges, deutsches Problem bleiben.
Lässt man die Schachtelsätze, die gerne auch mal eine Seite lang sein können, außen vor, so kann man sich noch auf den ersten 50 Seiten an den Schreibstil gewöhnen und abtauchen.
William habe ich von Anfang an gemocht. Er hat mich so ein bisschen an Sherlock Holmes erinnert und Adson an Dr. Watson. Zumindest ein bisschen. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war...
Den anderen Figuren, wenngleich sie auch interessant waren, blieb ich misstrauisch gegenüber. Einer von ihnen konnte schließlich der Mörder sein.

Die Geschichte ist teilweise voraussehbar und am Ende dann doch wieder nicht. Sie hält einige Überraschungen parat und die Auflösung des Falls und das Ende der Geschichte schockierten mich und lassen mich ein wenig betrübt zurück.
Was es jedoch mit der Rose auf sich hat und warum das Buch nun »Der Name der Rose« heißt, ist mir leider schleierhaft geblieben.

Mein Fazit:
Alles andere als einfach zu lesen aber dennoch faszinierend, interessant und fesselnd. Lässt die Titelfrage jedoch offen und den Leser einige Male verwirrt zurück. Will definitiv mehrmals gelesen werden.

Mittwoch, 30. August 2017

[Aktion] KopfKino #6

Wieder ein Mittwoch, an dem ich bei KopfKino mitmache. :D
Diesmal sogar ein paar Stunden früher als gewöhnlich.


KopfKino ist KiraNears ganz eigene Mitmachaktion, die jeden Mittwoch stattfindet.
Es werden zwei Fragen gestellt, eine zum Thema Bücher/Lesen und die andere zum Thema Serien/Filme, von denen man mindestens eine beantworten kann. Optimal ist es, wenn man beide beantwortet, aber das ist kein Muss. Es reicht, wenn man nur eine der beiden Fragen beantworten kann.
Weitere Infos zu dieser Aktion findet ihr hier.

Die Fragen


  • Bücher: Bestellst du Bücher lieber im Bücherladen oder im Internet?
  • Serien: Gibt es eine Serie, von der du dir wünschen würdest, sie würde es nach Deutschland schaffen? (Ob nun per DVD, im TV oder per Streams wie Netflix oder Crunchyroll)
Da ich die Serien-Frage heute nicht beantworten kann, beantworte ich nur die Bücher-Frage.

Meine Antwort


Bestellst du Bücher lieber im Bücherladen oder im Internet?
Beides. Ich bestelle meine Bücher meist online und auch am liebsten, weil ich sonst Gefahr laufe, viel zu viele Bücher zu kaufen. Manchmal fehlt mir außerdem auch die Zeit, um in der Buchhandlung zu stöbern. Aber ich bestelle die Bücher online immer bei meiner Lieblingsbuchhandlung.
Nur Bücher, die es im Handel nicht mehr gibt, weil sie zu alt sind, kaufe ich entweder antiquarisch, bei Medimops oder bei Amazon.
Amazon ist bei Büchern für mich die letzte Instanz. Es sei denn, es sind Bücher, die nur über Amazon publiziert wurden. Die kaufe ich dann natürlich auch da.
Aber in der Regel möchte ich die Buchhandlungen unterstützen, weswegen ich dann lieber online bei denen bestelle. Oder ich gehe halt hin. Das mache ich ab und an ja auch noch. Und eigentlich will ich das auch wieder öfter machen, weil ich die Atmosphäre in Buchhandlungen, gerade in meiner Lieblingsbuchhandlung, so liebe. Das ist so beruhigend!
Thalia boykottiere ich übrigens. Da kaufe ich nix mehr, wenn sich’s vermeiden lässt, weil ich deren Politik des Übernehmens kleinerer Buchhandlungen wirklich beschissen finde.

Montag, 28. August 2017

[Aktion] Montagsfrage #6

http://buch-fresserchen.blogspot.de/2017/08/montagsfrage-wie-viele-noch.html
Und mal wieder ist eine Woche um und damit wieder Zeit für die Montagsfrage!

Heute mit einer Frage, mit der ich mich nie so richtig auseinandergesetzt habe...


Veranstaltet wird diese Aktion aktuell jeden Montag von Buchfresserchen.
Weitere Infos zur Montagsfrage findet ihr hier.
Klickt auf das Banner, um zu Buchfresserchens Antwort-Posting zu kommen.

Wie viele noch fortlaufende Reihen hast du (geschätzt) aktuell im Regal?
Das ist jetzt wirklich eine interessante Frage. Darüber hatte ich noch nie richtig nachgedacht. Immer nur darüber, dass es eigentlich viel zu viele sind, weswegen ich eigentlich keine Lust mehr dazu habe, neue Reihen anzufangen. (Trotzdem tappe ich immer wieder in die Falle... ಠ_ಠ)
Geschätzt habe ich jetzt, dass es so ca. 10 bis maximal 15 Reihen sein müssten, die ich unvollständig im Regal habe.
Natürlich musste ich jetzt aber auch mal genau nachzählen. Wenn ich mich schon damit beschäftige, will ich auch wissen, ob ich richtig geschätzt habe und wie viele Reihen es nun tatsächlich sind.
Ich komme auf sage und schreibe 21 Buchreihen.
Das ist definitiv zu viel! Ich bin jetzt echt erschrocken, wie viele das sind. oO
Ich glaube, ich muss das Ablesen dieser Reihen echt mal in Angriff nehmen.
Das heißt aber auch, dass ich ganz viele Bücher kaufen muss. 🙈
Vielleicht sollte ich künftig nur noch hauptsächlich Bücher kaufen, die zu irgendeiner der Reihen gehören, bis ich die alle zusammen habe... 🤔
Ohje, mal schauen, ob ich das durchhalte. 🙈

Mittwoch, 23. August 2017

[Aktion & Lesegedanken] Leselaunen #4

Leider habe ich es mittwochs nie so richtig geschafft, bei dieser Aktion mitzumachen. Und nun sieht es erneut so aus, als würde sie nicht weiter stattfinden, weil Lara die Zeit für die Leselaunen leider nicht mehr hat. Ich bin ziemlich traurig darüber, weil ich die Aktion eigentlich sehr schön fand. 😢
Ein letztes Mal mache ich heute also bei dieser Aktion mit...

Leselaunen findet jeden Mittwoch statt und ist eine Art Zustandsbericht über das Leseverhalten und andere persönliche Dinge, die man gerne mitteilen möchte.
Hier kommt ihr zu den Postings von Novembertochter, die diese Aktion ursprünglich ins Leben rief.
Zu den Postings von Lara geht es hier.

Aktuelles Buch? 


Ich lese momentan »Der Name der Rose« von Umberto Eco und bin eigentlich ziemlich fasziniert von der Denkweise der damaligen Zeit, auch wenn ich sie nicht immer nachvollziehen kann. Bei einigen Dingen bin ich beeindruckt, dass es sie damals schon gegeben hat und bekannt waren, bei anderen wiederum bin ich erschrocken, was für ein Schwachsinn damals manchmal gedacht wurde, der ja heute widerlegt ist.
Leider verstehe ich nicht alles und ich denke, viele der philosophischen und religiösen Diskussionen werde ich wohl nie verstehen. Dazu bin ich zu wenig religiös und kann die jeweiligen Gedanken der unterschiedlichen Parteien einfach nicht nachvollziehen. Oft überfordern mich diese Dispute innerhalb der Geschichte tatsächlich.
Trotzdem fasziniert mich dieses Buch. Die Beschreibung der Bücher, der Bibliothek und wie Adson und William ermitteln. William hat mich im Übrigen sofort an Sherlock Holmes erinnert. Ein paar Gemeinsamkeiten sind zwischen diesen Figuren wirklich, oder?
Schade finde ich, dass nicht alle lateinischen Sätze übersetzt wurden und nicht alle Begrifflichkeiten erklärt sind. Das hätte man besser hinkriegen können, finde ich.
Wenn ich das Buch durchgelesen habe, schaue ich mir auf jeden Fall den Film an. Ich bin schon sehr gespannt. Vielleicht gibt der Film mir ja Aufschluss, über die Dinge, die ich im Buch nicht verstanden habe...

Momentane Lesestimmung?


Eigentlich ziemlich gut, aber ich schiebe schon wieder, obwohl ich Lust zu lesen habe. Irgendwie lass ich mich zu sehr durch andere Dinge ablenken .... Oh, guck mal, ein Fussel!

Zitat der Woche?


»Bücher sind nicht dazu da, daß man ihnen blind vertraut, sondern daß man sie einer Prüfung unterzieht. Wenn wir ein Buch zur Hand nehmen, dürfen wir uns nicht fragen, was es besagt, sonder was es besagen will (...)«
aus »Der Name der Rose« von Umberto Eco ; S. 420

Und sonst so?


Ich habe Urlaub und die Nacht irgendwie trotzdem nicht gut geschlafen. D:
Später habe ich noch Sport. Vielleicht fühle ich mich danach fitter.
Dann könnte ich hier auch mal loslegen. Muss noch einen Haufen Wäsche waschen von meiner letzten Reise.
Gestern habe ich aber endlich meinen MP3-Player wieder neu bespielt. Da ich im Bus nicht mehr lesen kann, ohne, dass mir schlecht wird und ich nicht jedes Mal Reisekaugummis kauen möchte, habe ich mir vorgenommen, wieder unterwegs Musik zu hören. So bin ich nicht mehr genervt von irgendwelchen brabbelnden Rentnern, lauten Telefontussen und schreienden Kindern. Vielleicht wird die Busfahrt dann für mich dann wieder angenehmer.
Ich bin übrigens beeindruckt: Das Teil ist über 10 Jahre alt und funktioniert noch immer einwandfrei. Wow! Und mein Trekstor hat damals nicht mal ’n Jahr oder so gehalten. Es war gut, mir einen MP3-Player von Philips zu kaufen. :D

Dienstag, 22. August 2017

[Aktion & Lesegedanken] Gemeinsam Lesen #24

http://www.schlunzenbuecher.de/2017/08/gemeinsam-lesen-228.html
Wow, ich habe mit dem neuen Logo bei Gemeinsam Lesen ja noch gar nicht teilgenommen!
Da heute Dienstag ist, hole ich das hiermit nach. :D
Ja, neues Logo (sooo neu nun auch nicht mehr) und die Erlaubnis, es farblich ans eigene Design anzupassen. Also erstrahlt diese Aktion bei mir jetzt in neuer Farbkombination. 😊

Diese Aktion wird veranstaltet von Schlunzenbücher.
Weitere Infos → *klick*

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese, seit Anfang Juli leider schon, »Der Name der Rose« von Umberto Eco und bin aktuell auf Seite 484.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
»Eine Schlange!« regte ich an. (S. 484)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es ist ein ziemlich kompliziertes Buch und leider verstehe ich nicht alles. Warum die Diskussion, ob Jesus arm oder reich war, solche Konflikte heraufbeschworen hat, wird mir wohl für immer schleierhaft bleiben. Diese Dispute und philosophischen Diskussionen überfordern mich dann doch oft und verwirren mich stellenweise sehr.
Schade finde ich, dass nicht alle lateinischen Textstellen übersetzt werden und viele der mir unbekannten Wörter nicht im Anhang erklärt werden.
Dennoch finde ich das Buch äußerst interessant und ich bereue es definitiv nicht, mich dazu entschlossen zu haben, das Buch zu lesen. Um mehr zu verstehen, werde ich es sicher noch ein paar Mal lesen müssen. Vielleicht verstehe ich ja aber auch schon mehr, wenn ich den Film gesehen habe.
Kleiner Tipp: Nicht nebenbei nach den historischen Gegebenheiten googeln. Es besteht die Gefahr, dass man sich sonst festliest und das Buch vergisst.

4. Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das du dieses Jahr (oder generell) gelesen hast, und dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?  (von Diana)
Da gibt es tatsächlich so einige Zitate, die mir nicht mehr aus dem Sinn gehen. Viele Zitate von Cornelia Funke aus ihrem Buch »Tintenherz« kommen mir seit Jahren immer wieder in den Sinn:
»Nichts verscheuchte böse Träume schneller als das Rascheln von bedrucktem Papier.«

»Bücher müssen schwer sein, weil sie eine ganze Welt in sich tragen.«

»Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.«

»Bücher sind wie Fliegenpapier. An nichts haften Erinnerungen so gut wie an bedruckten Seiten.«

Dieses Jahr habe ich folgende Zitate gelesen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen:
»Es gab beinahe nichts Schlimmeres als blumige, süße Düfte, die in der Nase klebten und die krampfhaft versuchten, ein Gefühl von Sommer zu verbreiten, obwohl sie mehr in Richtung erhitztes Gummibärchen tendierten.«
(aus »Ritus« von Markus Heitz)

»Der Glaube mag etwas Gutes sein, wenn Gott die Betenden auch erhört und ihnen Hilfe gewährt. Sonst könnte man auch zu einem Baum beten. Der spendet immerhin Früchte, Schatten und Brennholz.«
(aus »Ritus« von Markus Heitz)

»Vernünftige Männer können ziemlich unvernünftig werden, wenn ihr Argwohn die Oberhand über ihren Verstand gewinnt.«
(aus »Die Meisterin« von Trudi Canavan)

»Jedes Geschöpf der Welt ist für uns gleichsam ein Buch und Gemälde und Spiegel.«
(aus »Der Name der Rose« von Umberto Eco)

»Denn nur die Mächtigen wissen immer genau, wer ihre wahren Feinde sind.«
(aus »Der Name der Rose« von Umberto Eco)





Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher stattfindet. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam-Lesen Logo! Die farbliche Anpassung auf euren Blog ist erlaubt, das Logo darf aber in seinen Bestandteilen nicht verändert werden.

Montag, 21. August 2017

[Aktion] Montagsfrage #5

http://buch-fresserchen.blogspot.de/2017/08/montagsfrage-gibt-es-bucherreihen.html
Die Frage gefällt mir diesmal sehr, weswegen ich heute bei der Montagsfrage mitmachen möchte. Auch wenn ich kurz nachdenken musste, um auf die Antwort zu kommen. Aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. :D


Veranstaltet wird diese Aktion aktuell jeden Montag von Buchfresserchen.
Weitere Infos zur Montagsfrage findet ihr hier.
Klickt auf das Banner, um zu Buchfresserchens Antwort-Posting zu kommen.

Gibt es Bücher/Reihen (Bestseller), über die du gerade ständig stolperst, sie aber nicht lesen möchtest?
Es gibt eine einzige Buchreihe, bei der ich wirklich lange überlegt habe, bis ich mich entschied, sie nicht zu lesen: »Das Lied von Eis und Feuer« von G.R.R. Martin.
Ich war anfangs wirklich hin- und hergerissen. Menschen, die mir sehr nahe standen, schwärmten entweder sehr von dieser Buchreihe oder kritisierten sie ohne Ende. Während der eine völlig begeistert war, lamentierte der andere, wie komplex die Story und die Verwebungen der Figuren ist, die am Anfang total fein ausgearbeitet werden, nur damit sie am Ende ohnehin krepieren.
Ich las sehr viele Rezensionen und konnte mich doch nicht entscheiden, da sich diese tatsächlich so dermaßen krass voneinander unterschieden, dass der eine Funke, der mich in die entscheidende Richtung schubsen könnte, einfach nicht auf mich übersprang.
Erst als ich dann die TV-Serie »Game of Thrones« sah, konnte ich irgendwann im Laufe der ersten Staffel, doch spätestens nach der letzten Folge dieser, mich dagegen entscheiden, diese Buchreihe zu lesen.
Nicht, weil mich die Geschichte nicht interessiert. Nicht, weil ich die Serie nicht mag. Nicht, weil ich nicht fasziniert bin.
Sondern aus dem einfachen Grund, dass viel zu viele Ungerechtigkeiten in dieser Serie stecken und man mir sagte, dass es im Buch noch viel schlimmer rüberkäme als in der TV-Serie.
Klar weiß ich, dass Bücher und TV-Serie sich sehr unterscheiden, aber ich weiß auch, dass Bücher mich meist eine Geschichte intensiver durchleben lassen - noch dazu soll die Story sich in den Büchern viel langsamer entwickeln, wodurch das Ganze dann noch mal intensiver für mich werden würde.
Da ich Ungerechtigkeiten hasse, ein ziemlich feuriges Temperament habe und Bücher schon wegen schwächerer Gründe (fast) durchs Zimmer flogen, will ich mir diese Buchreihe nicht antun.
Allein darum, weil ich nicht diejenige sein möchte, die am Ende doch das Buch vor Wut und Frust gegen die nächste Wand pfeffert oder quer durch den S-Bahn-Waggon schmeißt. Das arme Buch kann schließlich nichts für seinen Inhalt. Ich traue mir zu, dass das bei dieser Buchreihe passieren würde. Allein schon, wenn ich nur an Joffrey (← nur ein Beispiel von vielen) denke, brodelt in mir die Wut auf... Ծ_Ծ
Eigentlich ein ziemlich simpler Grund - aber ein für mich stark ausschlaggebender.
Es gibt noch einige andere Bücher, die ich nicht lesen möchte. Aber bei denen kann ich nicht ausschließen, dass ich nicht eines Tages doch versuche, mich mit ihnen anzufreunden.
Immerhin will ich »Momo« und »Jugend ohne Gott« doch noch eine Chance geben. Obwohl ich bei »Momo« beschloss, als ich den Film sah, dieses Buch nicht zu lesen und ich »Jugend ohne Gott« so grausig fand, als ich es in der Schule lesen musste, dass ich es nie wieder anrühren wollte und über die Jahre hinweg einfach mal so ziemlich den kompletten Plot vergessen habe.
Und dennoch gebe ich beiden Bücher eine (neue) Chance.
Gut, kann natürlich sein, dass ich »Das Lied von Eis und Feuer« doch eines Tages lesen werde. Ich weiß schließlich nicht, was die Zukunft bringt.
Aber da es bei »Momo« nun 15 Jahre und bei »Jugend ohne Gott« 10 Jahre gedauert hat, bis ich meinen Entschluss löste, glaube ich nicht, dass ich diese Buchreihe von G.R.R. Martin in nächster Zeit lesen werde. Mein Entschluss ist da gefühlt noch eiserner als der eiserne Thron bei den anderen genannten Büchern.
Tja, und dieser Entschluss hält schon ziemlich lange an. Seit ich die erste Staffel von »Game of Thrones« sah, sind schon einige Jahre ins Land gezogen. Es ist also keine neue Entscheidung meinerseits und man stolpert ja auch nicht "gerade" immer wieder über diese Buchreihe, sondern schon seit ein paar Jahren.