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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Freitag, 2. Oktober 2015

[Rezension] Cassandra Clare: »City of Bones«

Buchreihe: Band 1 der Reihe "Chroniken der Unterwelt"
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2013
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-401-50260-1
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 502
Verlag: Arena
Gelesen von: 02.09. - 30.09.2015

Bewertung:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht unterwegs: Feen, Vampire, Engel und Dämonen. Und sie sind auf der Jagd...

Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace.
Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jace' Welt hineingezogen wird. Was Clary nicht ahnt: Jace ist ein Dämonenjäger. Und als Clary mitten in New York City von den Kreaturen der Unterwelt angegriffen wird, muss sie schleunigst ein paar Antworten auf ihre Fragen finden. Denn sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!
Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Es hat gute Ansätze aber die Art und Weise der Umsetzung ist enttäuschend voraussehbar, platt und oberflächlich.
Ich habe mich bei Büchern eigentlich nie für besonders anspruchsvoll gehalten aber scheinbar bin ich es im Fantasy-Bereich doch.
Die Protagonistin, Clary, ist nervig, dumm, naiv und so ahnungslos, dass es mich in den Wahnsinn getrieben hat. Oft wollte ich sie kräftig an den Schultern packen und durchschütteln, bis sie aufwacht. Es wurde behauptet, sie sei schüchtern - ist aber alles andere als dieses.
Am Anfang der Geschichte kann sie irgendwie gar nix und am Ende so ziemlich alles.... Sieht mir aus, wie eine schlecht verpackte Mary Sue. (Ich hab nix gegen Sues - solange sie gut verpackt sind.)
Sie scheint außerdem so ziemlich nix von klassischen Fantasy-Geschichten mitbekommen zu haben, was sie vermehrt dumm erscheinen lässt.
Jace erschien mir zunächst wie ein billiger Edward-Cullen-Abklatsch. Was er letztlich wirklich ist, gehört zu den wenigen Momenten im Buch, die mich mal überraschten, aber auch nur, weil ich mehrere 100 Seiten zuvor drüber nachdachte und es als "zu platt", selbst für Miss Clare, empfand. Müsste ich schätzen, so ist 90% des Buches voraussehbar und dadurch sehr langweilig.
Die anderen Charaktere haben zu wenig Screentime, um sie zu beurteilen, was ich ziemlich schade finde.
Nur Magnus Bane beeindruckte mich von der ersten Sekunde an.
Von einer Einstreuung englischer Begriffe in den deutschen Text, sahen die Übersetzer leider nicht ab, was den Text meiner Meinung nach ins Lächerliche zog. Vermutlich war das auch noch so von der Autorin gewünscht. Kann ich mir gut vorstellen.
Noch dazu wurden so ausgelutschte Begriffe wie "Forsaken" benutzt, die mich mehrmals entnervt aufstöhnen ließen.
Formulierungen wie "der Blauschopf" oder "der Blauhaarige" tauchten ziemlich am Anfang auf und ließen in meinem Kopf alle Alarmglocken schrillen. Es gibt weitaus mehr Möglichkeiten eine namenlose Person zu beschreiben ohne sie auf ihre Haarfarbe zu degradieren!
In einer so erfolgreichen Fantasy-Geschichte, die sogar ein Bestseller wurde, hat das absolut nichts zu suchen! In schlechten Fanfics kann man das ja noch verkraften. Aber nicht in einem solch gehypten und erfolgreichen Buch.
Noch dazu schrieb die Autorin Dinge nieder, die einfach nicht stimmen.
Auf Seite 351 lässt die Autorin Simon behaupten, das Wort "Hi" wäre männlicher als das Wort "Hallo", weil es kürzer ist. "Hallo" wäre demnach mädchenhaft.
Über den Schwachsinn habe ich mich so sehr aufgeregt, dass ich das Lesen einen Tag pausieren musste.
Auf Seite 24 hat sie die Behauptung hinterlassen, die Polizei würde sich normalerweise nicht für Fälle ohne Leiche interessieren...
Es gibt weitaus mehr Fälle als nur Mordfälle!
Irgendwo in dem Buch (ich hab mir die Textstelle leider nicht aufgeschrieben), steht eine Anspielung auf Star Wars, die so einfach nicht stimmt.
Ich wünschte, die Autorin hätte sich mehr informiert oder einfach weniger Schwachsinn geschrieben.
Der Plot der Geschichte ist nichts Besonderes. Wie bereits erwähnt, ist vieles sehr voraussehbar.
Erst zum Schluss wird es mal einigermaßen spannend und sogar ein wenig überraschend. Es gab mehrfach Stellen im Buch, hinter der man eine etwas kompliziertere Wendung vermutet hat - und enttäuscht wurde, weil alles so flach gehalten wurde...
Wer meinem Twitter-Account @yuri_books in der Zeit, als ich das Buch las, gefolgt ist, weiß, wie aggressiv und genervt ich teilweise war, während ich das Buch las...
Ich wollte dem Buch eigentlich zwei goldene Federn geben. Warum?
Weil ich den Schreibstil mag. Das Buch liest sich sehr flüssig, weswegen man es schnell durchgelesen hat.
Außerdem fasziniert mich die Welt, die die Autorin erschaffen hat. Die ist tatsächlich einzigartig und beeindruckend.
Aber wenn ich es mir recht überlege, kann man das auch in einer goldenen Feder zusammenfassen.
Abschließend frage ich mich: Wie konnte das Buch ein solcher Bestseller werden?
Ich verstehe diese Begeisterung um dieses Buch nicht ...

Mein Fazit:
Langweilige, voraussehbare und platte Geschichte mit einer supernervigen Protagonistin.
Nicht empfehlenswert.