Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Donnerstag, 16. April 2015

[Rezension] Hannes Nygaard: »Nebelfront«

Buchreihe: Band 8 der Reihe »Hinterm Deich Krimi«
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2012
Genre: Krimi
ISBN: 978-3-95451-026-9
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 247
Verlag: Emons
Gelesen von: 30.01. - 14.04.2015

Bewertung:
Wer hasst den allseits beliebten Landarzt über den Tod hinaus so sehr, dass er dessen Grab auf unvorstellbare Weise schändet? Bevor sich erste Spuren ergeben, werden zwei Tote gefunden. Die Kultkommissare Große Jäger und Christoph Johannes aus Husum stehen vor einer schwierigen Ermittlung, die sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in seelische Abgründe führt.

Wenn die Seele Mord befiehlt ... Ein Krimi, der unter die Haut geht, von Bestsellerautor Hannes Nygaard.

Dieser Krimi hat mich auf ganzer Linie überzeugt.
Die Ermittler überzeugen durch ihre Art und Weise mit Witz, Humor, aber auch der wichtigen Ernsthaftigkeit, was die Thematik angeht und einer ganz speziellen persönlichen Note.
Noch dazu spielt das Ganze in einer Gegend Deutschlands, die ich persönlich sehr liebe, was einfach noch mehr dazu führt, dass man Spaß hat beim Lesen.
Allerdings ist das Buch nicht nur Spaß. Es ist auch sehr erschreckend. Denn das, was letztlich hinter allem steht, erwartet der Leser tatsächlich nicht. Es ist schlimm, was passiert ist und die Hintergründe noch viel schlimmer... Es geht wirklich unter die Haut und berührt einen so dermaßen, dass man Mitleid bekommt, mit den Opfern und den Ermittlern, die Recht haben, wenn sie sagen, dass es manchmal alles andere als toll ist, Polizist zu sein...

Hannes Nygaard ist nicht grundlos Bestsellerautor. Wenn man dieses Buch gelesen hat, weiß man auch, wieso das so ist. Wie es auf dem Backcover steht, so ist der Krimi tatsächlich spannend bis zur letzten Seite. Selten gebe ich solchen Klappentexten Recht, aber hier ist es so. Ich konnte teilweise wirklich nicht aufhören zu lesen.

Das Cover passt zur Stimmung des Buches und zur Gegend, in der die Handlung spielt.
"Nebelfront" ist ein passender Titel des Buches, da die Ermittler lange durch den Nebel gehen müssen, um endlich Klarheit zu bekommen.

Am Ende war ich einfach nur bestürzt, wütend und traurig, da das, was hier passiert ist, leider wirklich so in Deutschland vorgefallen ist...

Hannes Nygaard spricht auf eine ganz besondere Art und Weise die Wahrheit aus. Und das macht Lust auf mehr von seinen Büchern.

Fazit
Ein sehr authentischer und realistischer Krimi mit einem aktuellen Thema, der aufzeigt, was Menschen für Monster sein können und den Leser nachdenklich und fassungslos zurücklässt.

Donnerstag, 9. April 2015

Neuzugänge seit Januar 2015


  1. »Cathy's Key« von Sean Stewart und Jordan Weisman
  2. »Reckless. Das Goldene Garn« von Cornelia Funke
  3. »Ich guck mal, ob du in der Küche liegst« von Anna Koch und Axel Lilienblum
  4. »Die Wahrheit über Alice« von Rebecca James

Mittwoch, 8. April 2015

[Rezension] Lewis Carroll: »Alice im Wunderland«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2010
Genre: Kinderbuch
ISBN: 978-3-458-35315-7
Preis: 7,00€
Seiten: 132
Verlag: Insel Verlag
Gelesen von: 26.01. - 30.01.2015


Bewertung:
Mit einem sprechenden weißen Kaninchen fängt alles an ... Generationen von Lesern sind mit Alice und ihren Abenteuern im Wunderland herangewachsen; kein anderes Kinderbuch avancierte wie dieses zum Klassiker. Erschienen 1865, wurde es noch zu Lebzeiten des Autors zu einem ungeheuren Erfolg. Es ist bis heute eines der meistzitierten Werke der Weltliteratur. Die Geschichte wurde mehrfach verfilmt - zuletzt von Tim Burton, mit Johnny Depp, Anne Hathaway und Helena Bonham-Carter.

Ein ziemlich witziges und schräges Buch, welches mich gut unterhalten hat. Leider war mir schon Vieles vorher bekannt und das Wenige, was für mich neu war, nicht überraschend.
Mit Alice selbst konnte ich mich jedoch nicht so gut identifizieren. Weder mochte ich sie noch mochte ich sie nicht. Der Hutmacher, der mir in jeder anderen Interpretation gefiel, gefiel mir hier leider gar nicht ... Er hat sich so oft wiederholt, dass ich fast aggressiv wurde.
Dafür gefiel mir jedoch das ganze Drumherum. Und aufgrund der tollen und einfachen Beschreibungen konnte ich mir jede Umgebung wirklich sehr gut vorstellen. Auch die verschiedenen Gedichte im Buch sind sehr liebenswert und witzig in die Geschichte eingebaut. Eines, auf Seite 36, erinnert vom Aussehen an einen Mäuseschwanz - was amüsant ist, da es um eine Maus geht.

An einer Stelle im Buch wird Bezug auf Bilder genommen, die angehängt sein sollen. Leider fehlen diese jedoch in meiner Ausgabe, was ich sehr, sehr schade finde.
Außerdem gibt es zwei "Dinge" in der Geschichte, die ich sogar bis zum jetzigen Tage nicht verstanden habe.
  1. Auf Seite 45 tritt Alice Egon einfach aus dem Kamin heraus. Aber warum? Das macht Alice für mich nicht sympathischer, da sie völlig grundlos zu Gewalt greift. Warum? Egon hatte doch sogar ein Seil dabei. Er hätte also zu ihr klettern, die Situation auskundschaften - ggf. Alice nach dem Grund ihrer Situation fragen - und dann wieder zurück klettern können ... oder nicht?
  2. Auf Seite 92 wird die Herzogin geholt, um sie zur Edamer Katze zu befragen, weil sie die Besitzerin der Katze ist. Eigentlich ist die Herzogin jedoch im Gefängnis, da sie hingerichtet werden soll. Deswegen wurde sie ja extra geholt. Jedoch war die Katze bereits verschwunden, als der Scharfrichter mit der Herzogin zurückkehrte ... Im nächsten Kapitel ist die Herzogin aber auf einmal wieder frei und unterhält sich mit Alice. Und genau das verstehe ich nicht. Man hätte eine zum Tode verurteilte Person doch wieder ins Gefängnis zurückbringen müssen. Das hat mich sehr verwirrt aber ich schließe auch nicht aus, dass ich da etwas nicht kapiert habe. Dennoch... Allein, dass ich davon verwirrt war, weist darauf hin, dass die Stelle scheinbar nicht klar genug niedergeschrieben wurde.
Das Cover finde ich wiederum sehr schön. Alice' Beine mit den geringelten Strümpfen und ihren typischen Schuhen auf hellblauem Grund. Ihre Beine sind verschränkt und weisen darauf hin, dass Alice sitzt. Der hellblaue Hintergrund ist nicht durchgängig blau und weist leichte Irritationen auf. Eventuell der Bach an dessen Ufer Alice sitzt, einschläft und und sich ins Wunderland träumt? ;-)
Bestimmt nicht die einzige Erklärung der Cover-Gestaltung aber die für mich am passendsten.
Kein aufwändiges Cover aber eines, das sich sofort einprägt. Auch gefiel es mir von allen am besten, weswegen ich mich für diese Ausgabe letztlich entschied.

Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, ist der "Hype", der um dieses Buch gemacht wurde.
Die Geschichte um Alice ist meiner Meinung nach nur halb so faszinierend, wie sie in so vielen Umsetzungen dargestellt wurde. Klar ist es ein lesenswerter Klassiker. Doch die existierende Begeisterung kann ich hier nicht nachvollziehen. Und das finde ich halt ein bisschen schade, da ich mir mehr von diesem Buch versprochen hatte.

Fazit:
Sehr unterhaltsame, kurze Lektüre, die jedoch Schwächen aufweist.