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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Montag, 20. August 2012

[Rezension] Kristin Falck: »Der Eid des Steinkönigs«

Buchreihe: Wolkenhüter-Saga Bd.2
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 9. März 2009
Genre: historische Fantasy
ISBN: 978-3-404-15978-9
Preis: 8,95€
Seiten: 652
Verlag: Bastei Lübbe

Bewertung:

Schwere Zeiten stehen dem Königreich Jaduin bevor. Ein schier unbesiegbarer Feind bedroht alles Leben. Nur der junge König Ethandras hat die Macht, ihm zu begegnen. Doch das alte Wissen, wie der Feind zu besiegen sei, scheint verloren. Gemeinsam mit seiner heimlichen Verlobten, der Fürstentochter Lärka, will er das Rätsel um das geheime Vermächtnis des ersten Steinkönigs lösen. Zum Wohle des Volkes müssen sie zum Äußersten gehen und ihr Leben und ihre Liebe aufs Spiel setzen...
Der Kampf gegen König Hakon ist nah. Alle Vorbereitungen werden getroffen, damit Ethandras sein Erbe antreten kann und nach Jaspis zurückkehren kann. Denn das Wissen, wie er seinen Erzfeind Grimhorn besiegen kann, findet sich nur in Jaspis an - unter der Herrschaft von Hakon würde er nie als freier Mann nach Jaspis kommen.

Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Ich hatte jedoch Schwierigkeiten in die Story reinzukommen, weil ich vieles aus dem ersten Band doch vergessen hatte.
Ich muss zugeben, ich habe mich darauf verlassen, dass im Buch ein "Was bisher geschah"-Text stehen würde...
Aber leider ist das nicht der Fall.
Während ich den ersten Band etwas langatmig fand (okay, es ist sechs Jahre her, dass ich ihn las...), fand ich diesen hier richtig gut. Zwar hatte ich am Anfang Probleme mich in den Schreibstil der Autorin einzufinden, aber nach einer gewissen Zeit ging es und ich habe begeistert gelesen. Und ich fand es von Anfang an interessant und fesselnd.
Zumal ich es wirklich gut fand, dass Kristin Falck mal aus Lärkas Sicht und mal aus Ethandras Sicht berichtet hat. Das hat das Ganze noch interessanter gemacht - zumal die beiden ziemlich lange voneinander getrennt sind.
Als Ethandras in diesem Band eingeführt wurde, erschien er mir jedoch fast zu übermächtig. Aber vermutlich war das absichtlich von der Autorin so. Auch um den Unterschied zwischen ihm und den anderen Feodrinern zu zeigen. Es stellt sich im Buch nämlich heraus, dass Ethandras alles andere als übermächtig ist. Und das finde ich gut, denn er ist kein unbesiegbarer Held.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Geschichte von ein paar Jungen, die auf dem Weg nach Kovanby sind. Sie begegnen einem Düsterschlund und... Nunja. Es endet ziemlich blutrünstig.
Zunächst weiß man überhaupt nicht, was diese Geschichte mit dem Rest des Buches zu tun haben soll. Erst ziemlich spät wird diese Frage wieder aufgegriffen - und beantwortet. Sodass man einen "Ach ja!"-Effekt erlebt.
Auch das ist von der Autorin sehr gut eingefädelt. Denn auch dieser Teil der Story ist sehr wichtig - auch wenn man sich lange nach dem Warum fragt und diesen Teil der Story dann doch leicht verdrängt, da die anderen Ereignisse einen total einnehmen und fesseln.

Als Ethandras von einem bösen Geist besessen war, erfährt man fast alles aus Lärkas Sicht. Sie macht sich Gedanken und zerbricht sich den Kopf, warum Ethandras auf einmal so seltsam ist und entdeckt, warum dem so ist...
Hinterher, als Lärka rausgefunden hatte, was passiert ist, wird bei Ethandras weiter erzählt. Und zwar ab dem Punkt seiner Entführung. Es ist also eine Art Rückblende. Man erfährt alles, was mit Ethandras passiert ist und vor allem, warum. Diese Schreibtechnik von der Autorin fand ich so faszinierend, dass ich mich am Lesen richtig erfreut habe. An so etwas merkt man, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hat und ihr Herzblut in die Geschichte gesteckt hat!

Tja, aber leider gab es doch Kritikpunkte.
Und zwar hat mir das Ende nicht so wirklich gefallen. Ich habe ein anderes Ende erhofft. Ich wollte nicht, dass das passiert! Und dann passierte es doch...
Für Calandra - aufgrund Lärkas und Ethandras' Vergangenheit - habe ich mir was anderes gewünscht. Eine schönere Kindheit... :/
Doch dieses Ende ist halb so schlimm, wenn man den Epilog gelesen hat.
Hach, so etwas liebe ich! Man erfährt wie Calandra aufwächst und über ihren Charakter.
Und dann begegnen ihr zwei Wesen aus der anderen Welt... Mehr verrat ich nicht. Vermutlich hab ich eh schon zu viel verraten. Aber der Epilog ist wirklich sehr schön - trotz des Endes, was mir nach wie vor nicht gefällt.

Fazit: Das Buch würde ich jedem weiterempfehlen. Nur weil das Ende mir nicht gefällt, heißt es nicht, dass es jemand anderem auch nicht gefällt. Wer tragische Geschichten liebt, sollte hier zugreifen.

Sonntag, 19. August 2012

[Lesegedanken] Lärkas Schicksal

Aww, mir gefällt irgendwie nicht, was mit Lärka passiert. :(
Ich hab mir ein Happy End für sie, Ethandras und Calandra gewünscht... Aber anscheinend wird es das jetzt nicht geben, da Grimhorns Fluch sie dann doch erwischt hat. *schmoll*
Warum muss Calandra das gleiche durchmachen wie ihre Mutter? Reicht es nicht, dass Lärka ohne Mutter aufgewachsen ist? Und bei Ethandras war es ja ähnlich... Nur ist der ja auch ohne seinen Vater aufgewachsen.
Die Autorin scheint irgendeinen Hang dazu zu haben, ihre Charaktere ohne Eltern bzw. Elternteil aufwachsen zu lassen.
Das gibt meiner bisherigen Begeisterung über dieses Buch dann doch einen Dämpfer...
Aber ich hab es ja noch nicht durch. Vielleicht wendet es sich ja doch noch zum Guten.
Allerdings glaube ich daran nicht wirklich... :/
Hoffentlich kann Ethandras zu seiner Tochter zurückkehren... 

Donnerstag, 9. August 2012

[Lesegedanken] Lärka, Ethandras und Kristin Falck

Hmmm... Also, als Ethandras sich anfänglich so seltsam verhalten hat, habe ich nicht wirklich viel dahinter vermutet... Und ich habe Lärka für ziemlich naiv gehalten und dachte, sie macht sich einfach viel zu viele Gedanken und nimmt sich zu wichtig... Ich hab echt gedacht, Ethandras sei vielleicht gekränkt, weil Harold seinen Segen für Lärkas und seine Heirat haben wollte...
Aber es steckt so viel mehr dahinter! Das Buch entwickelt sich wirklich verdammt gut.
Und die Autorin wechselt zwischen dem Geschehen hin und her. Und schreibt aus Sicht von Ethandras und von Lärka. Das ist sehr interessant!

Total gut finde ich, dass man im Nachhinein erfährt, was genau mit Ethandras passiert ist. Das ist so genial! Das Kapitel endet mit Lärka und dem finster schauenden Brandarolf, der langsam auf sie zu kommt - und es  geht weiter bei Ethandras zu dem Zeitpunkt, wo er entführt worden war. Mit anderen Worten: Es wird aus seiner Sicht noch mal erzählt, was passiert ist. Man erfährt, wie er überwältigt wurde und was mit Althea passiert ist... Und Kristin Falck stellt die "Zwiegespräche" von Ethandras und Brandarolf richtig gut dar!

Ich bin begeistert! Hat mich doch der erste Band damals gar nicht so mitgerissen (ist ja auch sechs Jahre her... Seitdem hat sich mein Lesegeschmack doch etwas verändert...), so tut das der zweite umso mehr. Ich bin so gespannt wie es weiter geht und hoffe auf ein gutes Ende!