Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Freitag, 9. Februar 2018

[Rezension] E.K. Johnston: »Ahsoka«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Genre: Science-Fiction
ISBN: 978-3-8332-3450-7
Preis: 14,99€
Seiten: 346
Verlag: Panini
Gelesen von: 31.01. - 05.02.2018


Bewertung:
SIE DACHTE, IHR KAMPF SEI VORÜBER, DOCH DIE SCHLACHT HAT EBEN ERST BEGONNEN ...

Ahsoka Tano war einst eine loyale Padawan, die ihr Leben dem Dienst am Jedi-Orden verschrieben hatte. Ein heimtückischer Verrat veranlasste sie dazu, dem Orden den Rücken zu kehren und ihren eigenen Weg zu gehen - in dem Wissen, dass Anakin Skywalker und die anderen Jedi ihr jederzeit zur Seite stehen würden, falls nötig.

Doch dann zwang der ruchlose Imperator Palpatine die Galaxis unter sein Joch und die Jedi wurden gnadenlos abgeschlachtet. Ahsoka suchte Zuflucht auf dem entlegenen Farmermond Raada und versuchte abseits von allem ein normales Leben zu führen. Aber Ahsoka kann ihrem Schicksal nicht entfliehen. Als imperiale Truppen Raada besetzen, muss die ehemalige Padawan eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die alles aufs Spiel setzt, was ihr lieb und teuer ist, aber gleichzeitig auch eine neue Hoffnung bedeutet ...
DAS Puzzleteil zwischen den Animationsserien The Clone Wars und Rebels. Es beantwortet die Frage: Was wurde aus Ahsoka Tano nachdem sie dem Orden der Jedi den Rücken gekehrt hat und wie wurde sie zu der Frau, die wir aus Rebels kennen?
Auf dieses Buch habe ich mich wirklich lange gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Es handelt sich hier um eine hochwertige Paperback-Bindung mit zwei Einschlagklappen, auf denen die Klappentexte stehen. Das Cover ist matt, während Protagonistin Ahsoka, Titel und Autorenname hochglänzend dargestellt sind. Leider ist die Bindung sehr stramm. Das Buch bleibt nicht offen liegen, wenn man es aufschlägt; man muss es ständig mit den Händen auseinanderhalten. 
Ein angenehmer Zeilenabstand und eine serifenlose Schrift fördern den Lesefluss. Die Schriftart passt im Übrigen sehr gut ins Genre des Buches.

Die Widmung der Autorin gefällt mir sehr und erinnerte mich sofort an ein Zitat aus dem Star-Wars-Film Die dunkle Bedrohung, sodass ich sofort recherchieren musste, wo im Film das Zitat vorkam. Schnell wurde ich fündig: Eine Zofe Amidalas sagt den Satz, als die Königin mit ihren Leuten von Naboo flieht.
Die Anspielung ist sicher Absicht.

E.K. Johnston hat Ahsokas Geschichte gut und mitreißend geschrieben. Das Buch liest sich sehr schnell und man merkt sehr, dass die Autorin storymäßig in der Materie steckt. Sie hat definitiv ihre "Hausaufgaben" gemacht.
Nur mit technischen Details hat sie es anscheinend nicht so. Das ist ungewöhnlich für mich, da die Star-Wars-Romane normalerweise voll davon sind. In jedem anderen Roman hätte man lesen können, was für ein Schiff Ahsoka genau fliegt und wäre nicht mit dem sehr groben Begriff "Frachtraumer" abgespeist worden. Auch die genauen Modelle der Läufer beim Anschlag werden nicht erwähnt. Es wird lediglich erwähnt, dass die genauen Modelle herausgefunden werden. Aber ob es sich nun um AT-AT oder AT-ST oder andere Läufer handelt, wird nicht erwähnt.
Das tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch und ist eigentlich auch nicht storyrelevant, da es grundsätzlich reicht, solche Details grob zu umreißen, wie Johnston das hier getan hat. Bei den Läufern büßt es jedoch an Vorstellung ein, was schade ist.
Dahingegen sind Ahsokas Gefühle und Gedanken so gefühlvoll beschrieben, dass man merkt, wie viel Herz die Autorin hier reingesteckt hat.
Ahsokas Einsamkeit kann man fast greifen. So viele Male denkt sie an Anakin, Obi-Wan und Yoda zurück, dass sich mir jedes Mal krampfhaft das Herz zusammenzog. Man spürt regelrecht, wie sie ihre Freunde und ihren alten Meister vermisst und um sie trauert. Immer wieder sucht sie nach einer Verbindung zu Anakin oder überlegt, was aus den Jünglingen geworden ist.
Zwischenzeitlich wollte ich sie nur noch fest umarmen und trösten. Ihr sagen, dass Obi-Wan und Yoda noch leben. Arme Ahsoka... Es tat mir in der Seele weh, "Snips" so traurig, einsam und verzweifelt zu erleben. 😢
Da es sich hier um einen Roman handelt, der quasi eine Brücke zwischen The Clone Wars und Rebels baut, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass viele Dinge vorhersehbar sind. Viele Dinge sind es aber auch nicht.
Ich habe mich sehr gefreut, als die Geschichte auch nach Alderaan schwenkt. 😉 In dem Ausmaß  habe ich nicht damit gerechnet.
Leider hat der Fehlerteufel ein paar Spuren hinterlassen, was zwischenzeitlich den Lesefluss störte und auch mal zu Verwirrung führte.
Ein etwas gravierender Fehler befindet sich auf Seite 104 als Vartan sagt: "Ahsoka hat Recht!" Zu dem Zeitpunkt ist Ahsokas richtiger Name bei den Farmern aber gar nicht bekannt. Hier weiß ich nicht, ob Übersetzer oder Autorin Schuld an diesem Fehler haben.
Weitere kleinere Fehler, die definitiv auf das Konto des Übersetzers gehen, sind leider nicht ausgeblieben. Da liest man schon mal "Sie" statt "Die" oder "hingegen" statt "hingeben" oder "alderaanianisch". Die meisten sind sicher Flüchtigkeitsfehler. Bei "alderaanianisch" bin ich mir jedoch nicht sicher... Ein weiterer Fehler befindet sich auf Seite 309. Es wird beschrieben, wie jemand die Finger um ein "Holo" schließt. Das ist jedoch überhaupt nicht möglich, da ein Holo(gramm) nur eine Projektion ist. Sicher ist ein Stick oder Ähnliches gemeint, auf dem sich die Holo-Nachricht befindet. Auch bei diesem Fehler bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es nicht einfach am Übersetzer liegt.
Sehr gefallen haben mir Bails Gedanken und seine Gefühlswelt. Seine Sorge, um seine Tochter ... die sich von so etwas einfachem wie einem Aquarium begeistern lässt. 😊❤️
Es gibt eine Textstelle im Buch auf Seite 179, die aus Anakins Sicht geschrieben ist und seine Gedanken beschreibt, kurz bevor er auf Christophsis auf Ahsoka trifft und erfährt, dass sie seine Padawan ist und nicht Obi-Wans. Die Textstelle gefällt mir sehr, da sie einen guten Einblick in Anakins damalige Gefühlswelt gibt, aber eigentlich ergibt sie keinen Sinn und verwirrt mich immer noch. Sie trägt zur vorliegenden Geschichte nichts bei und Ahsoka kann von diesen Gedanken nichts wissen, weswegen es kein Rückblick ihrerseits sein kann. Es erweckt auch nicht den Eindruck, als würde Vader zurückblicken. Es ist zwar echt nett, das zu lesen, da man Anakin schon sehr an Ahsokas Seite vermisst, aber es ergibt nach wie vor keinen Sinn.
Die Textstelle aus Obi-Wans Sicht wiederum ergibt da schon mehr Sinn, da diese zur gleichen Zeit wie Ahsokas Geschichte spielt. Man erfährt in dieser kleinen Passage so viel über Obi-Wan, wie vielleicht im ganzen Buch »Kenobi« nicht. Ein trauriger, schöner und realistischer Text über Obi-Wan und seine Gefühle auf Tatooine.
Merkwürdig finde ich übrigens, dass immer wieder von "anderen Aufständischen" die Rede ist, als sich diese in den Höhlen verstecken, sodass man den Eindruck bekommt, dass es sich um eine ganze Menge handelt. Zu Wort melden sich jedoch immer wieder nur Kolvin, Miara, Kaeden und Neera. Hier bekomme ich den Eindruck, dass sich die Autorin einfach Ausschmückungen sparen wollte, was ich sehr schade finde.
Ahsokas Traum, in dem sie auf der Suche nach ihrem Lichtschwertkristall ist, ist wundervoll zu lesen und macht noch mal deutlich, dass Johnston wirklich Ahnung vom Star-Wars-Universum hat. Ich sah die The Clone Wars-Folge mit den Jünglingen und der Suche nach ihren Lichtschwertkristallen wieder direkt vor mir. 😍

Mein Fazit: 
Ein wunderbares Puzzleteil zwischen The Clone Wars und Rebels, das plausibel beschreibt, wie Ahsoka zu der Frau wird, die man in Rebels sieht. Bis auf kleine Schwächen ein wirklich tolles Buch.

Dienstag, 6. Februar 2018

Neuzugang Dezember 2017

Ich habe lange nicht mehr meine Neuzugänge gepostet. Irgendwie vergesse ich das in letzter Zeit immer wieder. :,D
Ich hole das jetzt nach und zwar, in dem ich mit meinem Neuzugang im Dezember beginne:


»Wolkenschloss« von Kerstin Gier bekam ich von meiner Oma zu Weihnachten geschenkt. Mein Onkel hatte den Heymann-Katalog bei ihr gelassen, damit ich auch mal reingucken kann und als ich durchblätterte und sagte, es wäre nur ein Buch drin, was mich interessiere, meinte sie, ich solle es markieren, damit sie was für mich zu Weihnachten habe.
Das war Wochen vor Weihnachten und ich rechnete eigentlich damit, dass sie es wieder vergessen würde oder es nicht ganz ernst meinte, da ich gerade kurz vorher etwas Großes von ihr geschenkt bekommen hatte.
Kurz vor Weihnachten verplapperte sie sich dann. Trotzdem war ich skeptisch. Auch, weil ich nicht wusste, ob sie mir wirklich das richtige Buch gekauft hatte.
Doch Heiligabend packte ich freudig meinen Schatz aus. 😍
Und mir gelang sogar ein superschönes Foto. ❤️
Kurz darauf las ich leider, dass es der Autorin überhaupt nicht gut geht. Das tat mir unendlich leid und ich ließ gleich noch ein paar schöne Grüße und Wünsche auf ihrer Instagram-Seite.
Ich hoffe, dass bei ihr und ihrem Sohn wieder alles gut wird.

Montag, 5. Februar 2018

[Rezension] Joanne K. Rowling: »Harry Potter and the Deathly Hallows«

Buchreihe: Band 7 der Reihe "Harry Potter"
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2008
Genre: Fantasy
ISBN: 978-0-7475-9586-1
Preis: 5,77€
Seiten: 832
Verlag: Bloomsbury
Gelesen von: 03.01. - 31.01.2018

Bewertung:
Harry Potter is preparing to leave the Dursleys and Privet Drive for the last time. But the future that awaits him is full of danger, not only for him, but for anyone close to him - and Harry has already lost so much. Only by destroying Voldemort’s remaining Horcruxes can Harry free himself and overcome the Dark Lord’s forces of evil.

In this dramatic conclusion to the Harry Potter series, Harry must leave his most loyal friends behind, and in a final perilous journey find the strength and the will to face his terrifying destiny: a deadly confrontation that is his alone to fight.
Dieser Band ist anders als alle anderen zuvor. Düsterer, actionreicher, emotionaler, heftiger, spannender. Er hat mir tatsächlich von allen am besten gefallen.

Die Bindung ist wie im vorigen Band: nicht zu fest. Auch die Seiten haben die selbe Stärke; sie sind jedoch minimal glatter als im vorigen Band. Es handelt sich auch hier wieder um Recyclingpapier, das zwar nicht besonders schön aussieht aber gut riecht.
Der Druck wirkt minimal dunkler.
Das Buch ist etwas mitgenommen, aber in akzeptablem Zustand. Ich hatte es gebraucht gekauft, da es  in gutem Zustand nicht mehr verfügbar war. Das Cover war sehr geknickt, weswegen ich das Buch in Buchfolie einschlug. Die Bücher sind nicht gerade in guter Qualität gebunden, weswegen sie sehr empfindlich sind und schnell zerknautscht aussehen.

Die Widmung der Autorin ist in diesem Band etwas Besonderes, denn sie hat die Form eines Blitzes und erinnert stark an Harrys Narbe. Durch "and to you, if you have stuck with Harry until the very end" fühlt sich der Leser sofort angesprochen: Das Buch ist auch ihm, dem Leser, gewidmet.
Eine wirklich schöne Idee der Autorin. Mir wurde es richtig warm ums Herz.

Das Buch fängt sehr actiongeladen an. Das typische Herantasten an die Ereignisse und das Vorgeplänkel, wie man es von den vorigen Bänden gewohnt ist, blieb hier völlig aus.
Todesser und Voldemort treten in Aktion und es gibt gleich zu Beginn Tote und Verletzte.
Das macht das Buch sehr spannend. Die Muster aus den anderen Bänden sind völlig verschwunden. Man bekommt ein wenig Angst davor, das Buch weiterzulesen, weil einfach alles passieren kann - doch man liest weiter, weil es so spannend ist, dass man es einfach nicht aus der Hand legen kann.
Lupin ging mir zwischenzeitlich mit seinem Gejammer auf die Nerven. Er lernt erst wieder, vernünftig zu sein, als Harry ihn anbrüllt, allerdings nicht sofort, was ich sehr kindisch und unpassend finde.
Auf den Seiten 258 und 259 hat die Autorin tatsächlich deutsche Sätze eingebracht. Fand ich sehr genial. Hab ich auch so an der Stelle nicht erwartet und auch erst nicht begriffen, warum ich die Sätze auf einmal so total gut und viel leichter verstehen konnte.
Ich hab erwartet, dass es so ist, wie in der deutschen Übersetzung aber nicht, dass tatsächlich deutsche Sätze verwendet wurden.
Irgendwie sind wir deutschsprachigen Leser sind da im Vorteil, da wir nicht nur das Englisch verstehen, sondern auch das, was die Frau auf Deutsch sagt. Fand ich echt cool. Bin deswegen auf den Seiten etwas länger verweilt als nötig.
Ich mochte an diesem Buch aber besonders, dass Harry, Ron und Hermine ihr eigenes Ding machten. Sie laufen durch die Welt, versuchen Hinweise auf Horkruxe zu finden und sie zu vernichten und wenden dabei all das Wissen an, das sie in den letzten Jahren gelernt haben. Eine bessere Prüfung ihrer Fähigkeiten gibt es gar nicht.
Mir gefällt, wie selbständig sie sind. Das liebe ich sehr an diesem Band, obwohl ich es damals gehasst, habe, als ich den Band das erste Mal (damals auf Deutsch) las. Heute mag ich es wirklich sehr. Die Charaktere nehmen eine ganz besondere Dynamik an und man merkt, wie erwachsen sie eigentlich geworden sind. Besonders an Harry merkt man das.
Jedoch ging mir Ron wieder mal sehr auf die Nerven.
Er ist Hermine und Harry auf der Horkrux-Suche leider anfangs so gar keine Hilfe. Er mault, nervt und kritisiert nur herum, anstatt selbst mal seinen Grips anzustrengen und zu überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Dabei waren die Konditionen der Reise von Anfang an klar.
Die Krönung war dann, als er einfach abhaute und versuchte, Hermine mit reinzuziehen. Da hätte ich ihn am liebsten kräftig geschüttelt und geohrfeigt.
Klar, man kann vieles von seinem Verhalten auf den Horkrux schieben. Aber meiner Meinung nach nicht alles, da Ron schon immer so’n Drama-Boy war.
Im vorigen Band gab es keinen stimmungsbeinflussenden Horkrux und er hat trotzdem daraus ein Drama gemacht, dass Ginny öffentlich geknutscht hat, was sogar so weit ging, dass er sauer auf Hermine wurde. 🙄
Aber diese Art von Ron ist einfach total typisch für ihn. Nur unnötig, wie ich finde. Unnötig und nervig.
Die Textstelle, wo Harry und Hermine am Grab von Harrys Eltern stehen ist so gefühlvoll und wunderschön geschrieben, dass ich selbst einen Kloß im Hals hatte. Die Art und Weise wie Harry und Hermine den Friedhof dann wieder verlassen macht dem Leser erst klar, was für eine tolle Freundschaft zwischen den beiden existiert.
Geschockt haben mich die Geburts- und Sterbedaten auf Lilys und James’ Grabsteinen. Sie waren so jung, als sie starben.
Erschrocken war ich darüber, wie knapp es bei Bathilda Bagshot wirklich gewesen ist und dass die Schlange tatsächlich Nagini gewesen war. Das wusste ich wirklich nicht mehr. Auch die Erinnerungen von Voldemort über Lilys und James’ Todesnacht, die Harry mitbekommt, hatte ich vergessen.
Wieder eine Stelle im Buch, die so fesselnd geschrieben war, dass ich kaum aufhören konnte. Rowling hat wirklich gute Möglichkeiten gefunden, dem Leser mehr über Harrys Eltern zu erzählen, ohne, dass es langweilig wirkt.
Auch Harrys Trauer über den Verlust seines Zauberstabes ist so mitreißend geschrieben, dass die Trauer einen sofort ansteckt. Warum ich damals beim ersten Mal Durchlesen nur kurz geschockt war und das Drama nicht richtig verstanden habe, ist mir schleierhaft. Vielleicht hatte ich damals das Ausmaß auch einfach nicht begriffen.
Als Harry, Ron und Hermine dann gefunden und gefangen genommen werden, habe ich echt gedacht, das ist das Ende. Ich hatte diese Stelle im Buch komplett vergessen und wusste nicht mehr, wie sie aus dem Schlamassel wieder rauskommen.
Harry glänzt in diesem Band durch seine Schlussfolgerungen und guten und klugen Überlegungen, aber trotzdem braucht es ewig, bis er eine Verbindung zu Grindelwald herstellt, als es um den Dieb geht, der Gregorowitsch etwas Entscheidendes geklaut haben soll. Das dauert so lange, dass ich zwischendurch aufschreien wollte, da es für mich relativ schnell offensichtlich war.
Nach zwei Bänden bekommt Sirius’ zerbrochener Spiegel übrigens hier doch noch einen Sinn. Die Sache mit dem Spiegel mag ich immer noch nicht. Dass die Autorin zwei Bände brauchte, um einen Sinn für den Spiegel zu finden, macht es irgendwie nicht besser. Aber dennoch bin ich froh, dass der Spiegel letztlich doch einen Sinn hat, obwohl es die miese Situation im fünften Band trotzdem nicht mildert.
Je näher das Ende naht, desto spannender wird das Buch. Als es am Ende zurück nach Hogwarts geht, wuchs meine Angst vor dem Ende.
Der Showdown war so mitreißend und Harry hat mir extrem gut gefallen. Er war so selbstbewusst und klug und fast schon ein wenig badass. 😏
Nach wie vor finde ich den Epilog "Neunzehn Jahre später" sehr schön zu lesen, obwohl mir »Das verwunschene Kind« das Ende dann doch ein wenig kaputt macht, da ich ja weiß, wie’s weitergeht. Hier wurde mir einmal mehr bewusst, dass ich es sehr viel besser gefunden hätte, hätte die Autorin sich auf einen ausführlichen Roman konzentriert, in der alle Charaktere berücksichtigt werden. Tja, ich muss wohl lernen, den achten Band zu ignorieren.

Mein Fazit:
Ein gelungenes Finale, das fesselt und mit einem gereiften und intelligenten Protagonisten überrascht. Der für mich beste Band der Reihe. Pageturner!


Dienstag, 16. Januar 2018

Thestrale - ergänzende Kritik

Ich lese zurzeit ja »Harry Potter« und das gab mir Anlass dazu, Pottermore neu zu entdecken. (Ich bin endlich mal nicht in Slytherin gelandet. Hatte die Seite deshalb mal aufgegeben, weil ich ewig in in diesem Haus landete...)
Heute kam mir wieder mal die Thestral-Frage hoch und ich hab mal direkt auf Pottermore deswegen nachgeschaut...
Yurelias Bücherecke: [Rezension] Joanne K. Rowling: »Harry Potter and t...: Buchreihe: Band 4 der Reihe "Harry Potter" Einband: Paperback Erscheinungsdatum: 2003 Genre: Fantasy ISBN: 978-0-7475-544... 

Yurelias Bücherecke: [Rezension] Joanne K. Rowling: »Harry Potter and t...: Buchreihe: Band 5 der Reihe "Harry Potter" Einband: Paperback Erscheinungsdatum: 2004 Genre: Fantasy ISBN: 0-7475-7072-...
In den oben stehenden Rezensionen habe ich beide Male kritisiert, dass nirgends erwähnt wird, warum Harry die Thestrale erst Wochen nach Cedrics Tod sehen konnte. Ich hab’ nur Vermutungen anstellen können. Nun habe ich auf Pottermore tatsächlich diesen Artikel von Joanne K. Rowling über die Thestrale gefunden, wodurch ich meine Kritik nicht zurückziehen, aber verändern und ergänzen möchte.
Manifesting as black, skeletal, bat-winged horses, but invisible to all who have never been truly touched by death, Thestrals have a somewhat macabre reputation. In centuries past the sight of them was regarded as unlucky; they have been hunted and ill treated for many years, their true nature (which is kindly and gentle) being widely misunderstood. Thestrals are not marks of ill omen, nor (their spooky appearance notwithstanding) are they in any way threatening to humans, always allowing for the fright that the first sight of them tends to give the observer.

Being able to see Thestrals is a sign that the beholder has witnessed death, and gained an emotional understanding of what death means. It is unsurprising that it took a long time for their significance to be properly understood, because the precise moment when such knowledge dawns varies greatly from person to person. Harry Potter was unable to see Thestrals for years after his mother was killed in front of him, because he was barely out of babyhood when the murder happened, and he had been unable to comprehend his own loss. Even after the death of Cedric Diggory, weeks elapsed before the full import of death’s finality was borne upon him. Only at this point did the Thestrals that pull the carriages from Hogsmeade Station to Hogwarts castle become visible to him. On the other hand, Luna Lovegood, who lost her own mother when she was young, saw Thestrals very soon afterwards because she is intuitive, spiritual and unafraid of the afterlife.

While somewhat intimidating in appearance, these carnivorous horses are emblematic of a journey to another dimension, and reward all who trust them with faithfulness and obedience. Thestrals are native to the British Isles and Ireland, though they have been spotted in parts of France and the Iberian Peninsula; they seem to have an association with wizards who descend from the horse-loving Celtic peoples. Other parts of the world have their own equivalent to Thestrals.
Es ist eine plausible Begründung und bestätigt die Vermutungen, die ich selbst hatte und mit Freunden bereits diskutierte.
Ich bin froh, dass die Frage von der Autorin überhaupt thematisiert bzw. beantwortet wurde. Auf meine damalige Nachfrage auf Twitter hat die Autorin nämlich leider nicht reagiert.
Allerdings finde ich, hätte diese Info irgendwo in den Büchern auftauchen müssen und das ist mir bisher nicht untergekommen.
So kommt es mir vor, als hätte man sich erst nachträglich darüber Gedanken gemacht, nachdem sich die Leser diese Frage gestellt haben und das finde ich ziemlich schade.
Klar, der Leser - zumindest ich - hat sich das Ganze so oder so ähnlich zusammengereimt. Aber es sieht für mich halt so aus als hätten die Charaktere der Geschichte darüber gar keine Ahnung und so etwas doch sehr Wichtiges muss meiner Meinung nach direkt in der Geschichte thematisiert werden, wenn sowieso schon die Rede davon ist.

Die Thestral-Sache bleibt also weiterhin ein großer Kritikpunkt für mich - auch wenn er sich ein wenig verändert hat.

Samstag, 13. Januar 2018

[Rezension] Joanne K. Rowling: »Harry Potter and the Half-Blood Prince«

Buchreihe: Band 6 der Reihe "Harry Potter"
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2006
Genre: Fantasy
ISBN: 978-0-7475-8467-4
Preis: 3,89€
Seiten: 768
Verlag: Bloomsbury
Gelesen von: 08.10.2017 - 03.01.2018


Bewertung:
It is Harry Potter’s sixth year at Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry. As Voldemort’s sinister forces amass and a spirit of gloom and fear sweeps the land, it becomes more and more clear to Harry that he will soon have to confront his destiny. But is he to the challenges ahead of him?

In her darkest and most breathtaking adventure yet, J.K. Rowling skilfully begins to unravel the complex web she has woven, as we discover more of the truth about Harry, Dumbledore, Snape and, of course, He Must Not Be Named ...
Ein wahrlich aufwühlender sechster Band... Und es hat mich sehr überrascht, wie wenig ich noch wusste. Ich hatte bisher den deutschen Band aber auch nur ein einziges Mal gelesen, damals als er erschien. Einige Dinge sehe ich anders als damals, bei anderen hat sich mein Empfinden überhaupt nicht verändert.
Ich hab, während ich diesen Band gelesen habe, gemerkt, wie faszinierend es ist, diese Buchreihe nach so vielen Jahren noch einmal zu lesen. Man merkt selbst, wie sehr man sich verändert hat und wie sich die Sicht auf die Dinge verändert hat - oder halt auch nicht. Man kann eine Menge über sich selbst lernen. 🤔
Es ist halt im Laufe der Jahre nicht nur mein Englisch besser geworden. 😅

Die Bindung dieses Buches ist wie bei den vorigen Bänden: Das Buch lässt sich nur relativ schwer aufklappen. Man kann es nicht offen liegen lassen, da es von alleine wieder zusammenklappen würde.
Das Papier der Seiten ist nicht zu dünn und auch nicht zu dick. Es hat genau die richtige Stärke und man muss keine Angst haben, die Seiten beim Umblättern einzureißen, wie es bei einigen Bänden der Reihe der Fall war. Nach wie vor handelt es sich hier um Recyclingpapier, das zwar gut riecht aber nicht so schön aussieht.
Das Format ist geblieben. Ich habe darum gekämpft, die letzten beiden Bände der Reihe zu bekommen. Ich hab mich damals wie so eine Bücherjägerin gefühlt.
Trotzdem das Buch gebraucht ist, ist es wirklich in sehr gutem Zustand. Da das Cover aber sehr empfindlich ist und die Ecken schon ein wenig in Mitleidenschaft gezogen waren, habe ich das Buch in Buchfolie eingeschlagen.

Besonders die Lehrstunden zwischen Harry und Dumbledore haben mich sehr gefesselt. Gerade anfangs, wo noch nicht so viel passiert. Die Denkarium-Ausflüge haben mich ungemein fasziniert. Rowling hat das wirklich extrem spannend geschrieben. Generell mag ich ihren Schreibstil und die Art und Weise, wie sie Dinge in ihrer Geschichte verknüpft. Auch ihr Englisch ist leicht verständlich. Ich konnte diesmal sogar abends im Bett liegen und lesen, was ich bei den letzten Bänden nicht so gut hinbekam. Man kommt schnell rein und man braucht auch nicht unbedingt ein Wörterbuch. Vieles ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Ich denke, wer sein Englisch aufpolieren möchte, indem er Bücher liest, dem kann ich die Harry-Potter-Reihe sehr empfehlen.
Natürlich gab es auch wieder Nerv-Momente in diesem Band. Harry ging mir mit seinem "Malfoy heckt etwas aus"-Wahn sehr auf den Geist, auch wenn ich ihn verstehen konnte. Aber die Art und Weise, wie er nicht locker ließ, erinnert mich an Hermines S.P.E.W.-Wahn im vierten Band. Das hätte man besser darstellen können, finde ich. Weniger nervig.
Auch der Streit zwischen Ron und Ginny ging mir auf den Geist. Irgendwo konnte ich ihn ja verstehen. Er wollte seine kleine Schwester beschützen. Aber am Ende ist es ausgeartet, sodass Ron auf Hermine sauer war, wegen der Sache mit Krum zwei Jahre zuvor und ich hatte das Bedürfnis, Ron eine zu scheuern. Aber das ist so typisch für Ron und das konnte ich an ihm noch nie ab: Ihm passt etwas nicht und er verbreitet schlechte Laune und haut verbal um sich.
Harry, der auch emotional durcheinander war, verhielt sich reifer und erwachsener als Ron und tat mir dann auch noch leid, weil Hermine und Ron monatelang nicht miteinander sprachen und auch nicht absehbar war, dass sich das eines Tages ändern würde.
Als Harry Mr Weasley und Lupin von dem belauschten Gespräch zwischen Malfoy und Snape erzählt, geht es plötzlich nicht mehr um Malfoys Vorhaben, sondern um Snapes Loyalität. Auf einmal war Harry wieder voll auf Snape fixiert. Das hat mich extrem gestört. Wenn es eigentlich um Malfoy ging, warum wird auf einmal über Snapes Loyalität diskutiert?
Die Passagen mit Scrimgeour und Harry habe ich aber sehr genossen. Ich mag Scrimgeour so überhaupt nicht. Ich kann den Kerl nicht ausstehen. Aber wie Harry auf ihn reagiert hat, war einfach genial. Seine Konter sind einfach so ... awesome! Ich hab die Stellen mit den beiden wirklich sehr gefeiert. Harry hat mir da sehr gefallen. Er war so erwachsen und so alles andere als schüchtern. Herrlich.
Als besonders großartig empfand ich das Kapitel "After the burial". Mir gefällt die Art und Weise wie Harry Slughorn überzeugt, ihm die Erinnerung zu geben. Das ist ein richtig genialer Schachzug gewesen. Auch, wie er Lily erwähnt, weil Slughorn nie einen Hehl daraus machte, wie sehr er Lily gemocht hatte. Wahnsinnig gut. Noch besser wäre es gewesen, hätte Harry das auch ohne den Felix Felicis geschafft. Aber das hätte vermutlich nicht gepasst. Das Kapitel ist wirklich sehr stimmig.
Unglaublich spannend geschrieben ist das Kapitel "Horcruxes". Spannend und sehr aufklärend. Das hat mir wirklich Spaß gemacht zu lesen.
Wieder weniger gut fand ich, dass Harry alles, was im Zaubertränke-Buch des Halbblutprinzen stand, so blind und blauäugig ausprobiert hat und alle Warnungen Hermines in den Wind schlägt, obwohl er ja langsam mal wissen müsste, dass Hermine meistens Recht hat. Das sind dann wieder die Seiten an Harry, die mir so gar nicht gefallen. Und ja, natürlich geht das am Ende schief. 🙄
Dumbledore... Ja, den Grund verstehe ich nun, aber die eine bestimmte Stelle im Buch kotzt mich immer noch gewaltig an.
Das Ende gibt eine Art "düstere Aussicht" auf den nächsten Band. Mit leichten Momenten. Aber ein Happy End ist es definitiv nicht.

Mein Fazit:
Ein gereifter und weniger wütender Harry lernt sehr viel über seinen Erzfeind und macht sich am Ende seine Aufgabe, ihn zu vernichten, bewusst. Ein düsterer Band der Reihe ohne Happy End. Fesselnd, faszinierend und spannend.

Montag, 1. Januar 2018

Lesestatistik 2017

Das Jahr 2017 ist auch schon wieder um und deswegen gibt es hier meine 2017er Lesestatistik, die gar nicht mal so schlecht ausgefallen ist.



Januar
»Die Feuer des Himmels« von Robert Jordan
»Harry Potter und das verwunschene Kind«

Februar
»Windgeflüster in Fella« von Lara Kessing

März
»Die blendende Klinge« von Brent Weeks

April
»Girl on the Train« von Paula Hawkins
»Ritus« von Markus Heitz
»Sanctum« von Markus Heitz

Mai
»Feuer und Stein« von Diana Gabaldon 
»Ein ganz neues Leben« von Jojo Moyes

Juni
»Das Mädchen, das den IS besiegte« von Farida Khalaf und Andrea C. Hoffmann
»Die Meisterin« von Trudi Canavan
»Mondgeflüster in Fella« von Lara Kessing

Juli - August
»Der Name der Rose« von Umberto Eco

September
»Jugend ohne Gott« von Ödön von Horváth
»Kenobi« von John Jackson Miller 
»Der Circle« von Dave Eggers

Oktober
»Die Welle« von Morton Rhue 

Oktober - Dezember
»Gesamtausgabe« von Anne Frank



Diesmal habe ich ganze 7 Bücher mehr gelesen als letztes Mal. Insgesamt habe ich 18 Bücher gelesen. Das ist mein zweitbestes Ergebnis. Nur mein Lesejahr 2012 übertrumpft das. Lese ich jetzt generell wieder mehr?
Ich bin gespannt, was 2018 in der Hinsicht für mich bringen wird. Vielleicht knack ich ja die 20. ;D

In diesem Sinne: Frohes neues Lesejahr!

Sonntag, 31. Dezember 2017

SuB-Abbau 2018

Auch 2018 werde ich wieder beim SuB-Abbau auf Lovelybooks teilnehmen.
Hier kommt auch endlich meine Liste und ich bin guter Dinge, dass ich sie dieses Jahr auch ganz leicht schaffen werde. Schon allein, weil eine Trilogie von Kerstin Gier mit dabei ist. XD

  1. »Der Auslöser« von James Luceno
  2. »Rogue One« von Alexander Freed
  3. »Elfenmacht« von Bernhard Hennen
  4. »Des Teufels Gebetbuch« von Markus Heitz
  5. »Wie Monde so silbern« von Marissa Meyer
  6. »Das erste Buch der Träume« von Kerstin Gier
  7. »Das zweite Buch der Träume« von Kerstin Gier
  8. »Das dritte Buch der Träume« von Kerstin Gier
  9. »Sphären der Macht« von Brent Weeks
  10. »Herr des Chaos« von Robert Jordan

Ich bin gespannt, was ich so schaffe. Es sind viele interessante Bücher dabei auf die ich total neugigerig bin. Mal schauen, was für Schätze ich dabei habe. :3

Fröhliches Lesen - rutscht gut ins neue Lesejahr hinein!